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Die Studien des Jahres 2005

Foto: Hersteller 5 Bilder

Studieren geht über probieren - und so präsentierten die Autohersteller 2005 unzählige Concept Cars: Autos, die sich auf der Stelle drehen können, sechs Türen haben oder mit strömungsgünstiger Fischform besonders sparsam sind.

12.01.2006 Birgit Priemer

Tür und Tor
Unzählige Ideen für neue Türkonzepte

Die Lieblingsspielwiese der Designer waren 2005 einmal mehr die Türen. Sie klappen nach oben oder unten, öffnen sowohl zur Seite als auch in die Höhe und schwenken wie die Scheren eines Hummers auf.

Im Falle des Nissan Pivo betritt man durch zwei elektrisch angetriebene Schiebetüren den großzügig verglasten Innenraum mit drei Sitzplätzen. Dabei lässt sich die komplette Passagierkabine des 2,70 Meter langen Cityflohs um 360 Grad drehen, weil sie auf dem Fahrgestell nur gelagert wird. Wenn der Fahrer nach hinten schauen möchte, muss er nicht mehr den Kopf verrenken, sondern nur die Kugel wenden. Lenksignale werden elektronisch per drive-by-wire übertragen, an jeder Achse sitzt ein Elektromotor als Antriebsquelle.

Beim Infiniti Kuraza kommt es auf ein paar Türen mehr nicht an. Der Sechssitzer bietet jedem Passagier sein eigenes Portal. Der Verzicht auf die C-Säule zwischen mittlerer und hinterer Reihe ermöglicht den Mitreisenden bequemen Zustieg in Reihe zwei und drei. Die dritte Tür ist hinten angeschlagen.

Bei Fords viertürigem Coupé Iosis öffnen die Portale aus Kohlefaser auf jeder Seite gegenläufig nach oben zugunsten eines freien Zugangs in den Innenraum. Jedes Stück wiegt 30 Kilogramm, wird durch Scharniere gehalten und über Elektromotoren gesteuert.

Spar-Kurs
Technik für die Umwelt

Es hat kaum ein Autojahr gegeben, in dem neue Technologien zur Reduzierung von Abgas und Verbrauch so im Mittelpunkt standen wie 2005. Im Gegensatz zur Elektroauto-Welle Anfang der neunziger Jahre geht es aber um Verfahren, die schon in zwei bis drei Jahren serienreif sein können.

Mercedes erregte nicht nur wegen der Form seiner Studie Bionic car viel Aufsehen, sondern mit der hier erstmals vorgestellten SCR-Technologie. Selective Catalytic Reduction umschreibt die Möglichkeit, mittels Harnstoffeinspritzung in die Abgasanlage den Stickoxidgehalt des Diesels um 80 Prozent zu reduzieren. Der dafür benötigte Harnstoff wird an Bord des Autos in einem besonderen Tank transportiert, der mit seinem Volumen von rund 20 Litern (reicht für 30.000 Kilometer) zum Beispiel in der Reserveradmulde untergebracht werden könnte.

Zulieferer Bosch arbeitet bereits mit Hochdruck an den erforderlichen Einspritzdüsen, Conti entwickelt den Verbindungsschlauch zwischen Tank und Abgasanlage. Rund 500 bis 700 Euro macht SCR ein Auto teurer - gut angelegtes Geld, wenn diese Technik etwa ab 2008 serienreif ist. Denn mit dem Partikelfilter wird Dieselfahren dann eine saubere Angelegenheit.

Das Beste aus allen Welten
Crossover ist das Zauberwort der Zukunft

Der Mut zur Lücke ist bei vielen Herstellern bewundernswert. Der Trend geht weg von der Limousine hin zu individuell zugeschnittenen Konzepten, die Elemente aus mehreren Klassen in sich vereinen. Italdesign hat für Mitsubishi in diesem Jahr die Studie Nessie entwickelt - ein kompakter Geländewagen mit elektronischem Antriebssystem, dessen Plattform sich auch für Offroad-Rennen eignen würde, versehen mit der Optik eines Sportcoupés und kombiniert mit einem wasserstoffbetriebenen V8-Motor, der in Zusammenarbeit mit Linde entstanden ist. Dabei handelt es sich um einen Dreitürer: eine Tür auf der Fahrerseite und zwei auf der Beifahrer-Seite, von denen die hintere gegenläufig öffnet.

Eine überaus interessante Kreuzung stammt von Zulieferer Karmann: Im Sport Utility Convertible (SUC) auf BMW X5-Basis werden die Gene von Limousine, Geländewagen und Cabrio vereint - erstmals ohne B-Säule und mit hinten angeschlagenen Türen, so dass sich alle Portale um bis zu 90 Grad öffnen lassen. ZF entwickelte für diese Studie ein Aktiv-Fahrwerk mit neuartigen Schwingungsdämpfern. 2006 soll der rollende Alleskönner zusätzlich in einer Hybridversion gezeigt werden.

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