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VW Golf oder Passat in der Kaufberatung

Welches ist der bessere Dienstwagen?

VW Golf und VW Passat Dienswtagenduell Foto: auto motor und sport 22 Bilder

Der Aufstieg in den Passat erfordert fast 7.000 Euro extra. Der Golf bietet jedoch ebenfalls viel Platz und moderne Technik. Lohnt sich der Mehrpreis, oder ist das Geld besser in zusätzliche Extras für den Golf investiert?

21.05.2017 Dirk Gulde 5 Kommentare

So groß die Freude über das vom Arbeitgeber bezahlte Auto auch sein mag: Umsonst ist der Luxus keinesfalls, schließlich handelt es sich um einen geldwerten Vorteil, den das Finanzamt in vielen Fällen mit einem Prozent des Listenpreises zum zu versteuernden Einkommen addiert. Darüber hinaus kommen noch 0,03 Prozent für jeden Kilometer, der zwischen Wohnort und Arbeitsstätte liegt. Das macht bei 33 Kilometern Entfernung nochmals ein Prozent – jeweils pro Monat.

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Das Dienstwagen Duell VW Golf oder Passat?
auto motor und sport 10/2017
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Den Listenpreis niedrig zu halten, zahlt sich also aus, beispielsweise indem der Dienstwagenberechtigte eine Fahrzeugklasse tiefer einsteigt, als ihm eigentlich zusteht: Wer anstelle des beliebten VW Passat Variant die Kombi-Ausführung des Golf wählt, spart schon mal mit einem Schlag rund 7.000 Euro. Und zwar ohne großen Verzicht beim Raumangebot.

VW Golf Variant Foto: Volkswagen
Beim Raumangebot kann der Golf mit dem Passat mithalten.

Obwohl die Variant-Version des Passat rund 20 Zentimeter länger ausfällt als das Golf-Kombimodell, schluckt ihr Kofferraum mit 650 Litern gerade einmal 45 Liter mehr. Bei umgeklappter Rückbank nimmt der Golf 1.620 Liter Gepäck entgegen, der große Bruder steckt mit 1.780 Litern nur geringfügig mehr weg. Auch was die Nutzbarkeit der Gepäckabteile betrifft, fallen die Unterschiede geringer aus als gedacht: So ist der Passat zwischen den Radhäusern nur einen Zentimeter breiter gebaut.

In einer anderen Disziplin setzt sich der Passat jedoch locker ab: Die Mitfahrer freuen sich im großen Variant über fast zehn Zentimeter mehr Beinfreiheit als im Golf – für Erwachsene macht das lange Fahrten deutlich entspannter.

Perfekte Wahl: der 150-PS-TDI

Jetzt falten wir den Zollstock zusammen und schauen endlich auf die Technik: Unser Preisvergleich basiert jeweils auf Modellen mit dem 150-PS-TDI, der beide Autos kraftvoll und gleichzeitig sparsam antreibt. Da er Euro 6 erfüllt, ist er wie alle neuen Diesel nicht von drohenden Innenstadt-Fahrverboten betroffen. Kurios: Den Passat bietet VW optional mit einem SCR-System zur Abgasnachbehandlung an, was den Stickoxid-ausstoß im Vergleich zum serienmäßigen NOX-Speicherkat weiter senken soll. Die 875 Euro Aufpreis sind uns potenziell gründlicher gereinigte Abgase jedenfalls wert.

Wir entscheiden uns zudem für ein Doppelkupplungsgetriebe, das den Komfort auf längeren Strecken oder im Stau erhöht. Seit dem dezenten Golf-Facelift Anfang des Jahres kombiniert Volkswagen den 150-PS-Diesel mit dem Siebengang-DSG, während im Passat eine Sechsgang-Variante zum Einsatz kommt.

Für beide Kombis wählen wir die mittlere Ausstattungslinie Comfortline, die bereits einige sinnvolle Extras enthält: Parkpiepser vorn und hinten gehören ebenso dazu wie Komfortsitze mit Lendenwirbelstütze, Mittelarmlehne, Alufelgen oder das Multifunktionslenkrad. Allerdings: Während die Basis-Variante des Golf Kombi mit dem 110-PS-TSI ab 21 575 Euro zu haben ist, liegt unser Edel-Diesel schon bei knapp 31 000 Euro, beim Passat sind es gar knapp 38.000 Euro Listenpreis. Selbst wenn derzeit viele Händler hohe Rabatte von teils über 20 Prozent anbieten, bleiben Listenpreise für das Finanzamt die entscheidende Größe.

Pakete statt teurer Einzelextras

VW Scheinwerfer-Reinigungsanlage Foto: Volkswagen
Die zahlreichen Extras sind in Paketen deutlich preiswerter. Beispielsweise enthält das Business-Paket für 2.200 € neben vielen anderen Extras auch beheizbare Vordersitze mit Massagefunktion, eine Scheinwerferreinigungsanlage und einen Abstandsregeltempomat.

Da heißt es bei der Wahl der Extras Augenmaß bewahren und auf sinnvoll zusammengestellte Ausstattungspakete zurückgreifen. Wie auf das Business-Premium-Paket, das den Golf für etwa 2.200 Euro mit vielen kleineren und größeren Annehmlichkeiten ausstaffiert. Die wichtigsten davon sind das Gepäcktrennnetz, beheizbare Vordersitze mit Massagefunktion auf der Fahrerseite, Scheinwerferreinigungsanlage und der radarbasierte Tempomat (ACC), der den Abstand zum Vordermann automatisch einhält und so auf langen Strecken für Entlastung sorgt. Dank Automatikgetriebe bremst die ACC bis zum Stillstand und fährt nach ein paar Sekunden wieder an, sobald es weitergeht.

Das umfangreiche Business-Premium-Paket enthält sogar die wichtigsten Infotainment-Optionen wie eine Freisprecheinrichtung, Radio Composition Media sowie Navigationsfunktion. Wir verzichten daher auf das teure Multimedia-Radio Discover Pro und stecken das Geld lieber in die LED-Scheinwerfer, die nachts für mehr Sicherheit sorgen. Weitere Einzel-Extras: Klimaautomatik, das Licht-und-Sicht-Paket, der Spurwechselassistent sowie die Verkehrszeichenerkennung. Ach so, da es den Golf serienmäßig nur in einem ärgerlich tristen Grau gibt, nehmen wir noch einen weißen Lack für 230 Euro. Macht insgesamt 35.825 Euro.

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Ein nach ähnlichem Muster gestrickter Passat kommt auf einen Listenpreis von 42.541 Euro und liegt damit rund 6.700 Euro über dem Golf. Der Fahrer unseres Muster-Dienstwagens, der – wie am Anfang beschrieben – ein Prozent des Listenpreises versteuern muss und bei dem ein weiteres Prozent über die Entfernung zum Arbeitsplatz hinzukommt, reduziert sein zu versteuerndes Einkommen mit dem Golf um 134 Euro im Monat.

Rechenbeispiel

Connectivity-Check

Mit dem Facelift im Golf wurde auch das Top-Infotainment-Gerät Discover Pro umfangreich überarbeitet: Dessen hochauflösender 9,2-Zoll-Monitor mit individuell konfigurierbarem Startbildschirm reagiert nicht nur auf Berührung, sondern auch auf Gesten. Leider hat VW den Lautstärke-Drehknopf gegen Berührfelder getauscht, die sich nicht so einfach blind ertasten lassen. Doch das ist nicht der Hauptgrund, warum wir uns für das Radio Composition Media samt Navi-Erweiterung entscheiden: Mit 1.005 Euro kostet diese Kombination nicht einmal die Hälfte des großen Systems (2.385 Euro). Ähnliches Spiel im Passat, bei dem VW jedoch noch die Vorgängerversion des Discover Pro mit konventioneller Bedienung verbaut: Auch hier reicht uns das nicht einmal halb so teure „kleine“ Navi. In beiden Modellreihen empfiehlt sich jedoch die Telefonschnittstelle Comfort, bei der sich das Mobiltelefon mit einer empfangsverbessernden Außenantenne verbindet (Serie in beiden Business-Paketen).

Fazit

Die Kombiversion des Golf beeindruckt mit viel Platz, dem problemlos nutzbaren Laderaum – und einem Preisvorteil von rund 7.000 Euro gegenüber dem Passat Variant. Hinzu kommen Vorteile bei Verbrauch und Unterhaltskosten. Dienstwagenkäufer, die auf die höhere Beinfreiheit im Fond sowie das souveränere Fahrgefühl des schwereren und komfortableren Passat verzichten können, bekommen mit dem Golf den idealen Begleiter für Beruf und Familie.

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Neuester Kommentar

"Ich würde, falls ich viel Platz brauche, den Octavia wählen - gleiche Technik wie im Golf, aber schicker, praktischer und nochmals viel günstiger."

"Schicker"? Ein Skoda "schick"? Ich möchte Ihnen nicht zu nahe treten, und Ihnen Wahrnehmungsstörungen unterstellen, aber Chic ist zumindest ein im Zusammenhang mit der Ostblockmarke selten genutztes Attribut, und das wohl zu Recht. Darüber hinaus ist es Geschmackssache. Objektiv aber kann man feststellen, dass es sich NICHT um dieselbe Technik handelt. Wo bekomme ich in einem Octavia die aktuelle MIB-III-Navigeneration? Wo bekomme ich in einem Skoda Octavia echtes LED-Adaptivlicht (Dynamic Light Assist)? Nada. Die Wahrheit lautet also, man bekommt mitnichten dasselbe. Und wo bitte ist ein Octavia "viel günstiger"? Haben Sie überhaupt schon mal nüchtern die Preise verglichen? Offensichtlich nicht. Die Zeiten günstiger Preise sind auch bei Skoda schon lange vorbei. Derzeit gibt's bei VW oft sogar mehr Nachlass als bei Skoda.

Mein Vorschlag an Sie: In Zukunft nicht einfach stumpfe Klischees nachplappern, sondern erst die Fakten kennen.

930.engineering 13. Juni 2017, 19:00 Uhr
Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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