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Rückrufe im Dieselabgasskandal

KBA erteilt Freigaben für Opel, Mercedes und VW

Opel Zafira Abgastest DUH Foto: DUH

Das KBA hat die Freigabe für die freiwilligen Updates bei Modellen von Opel, Mercedes und VW erteilt. Wie das Bundesverkehrsministerium am Mittwoch (15.2.2017) mitteilt, können die Hersteller mehr als 150.000 Fahrzeuge in Deutschland nun zurück rufen. Fraglich, ob alle Autobesitzer dem Ruf Folge leisten.

15.02.2017 Jens Katemann, Dirk Gulde

Laut der Mitteilung habe Bundesverkehrsminister Alexander Dobrinth (CSU) die Hersteller „aufgefordert, Maßnahmen zu ergreifen, um Thermofenster auf das tatsächlich notwendige Maß zu begrenzen. Sie mussten Umrüstungskonzepte vorlegen, mit denen der Stickoxid-Ausstoß (NOX) deutlich verringert wird.“ Für die freiwillige Serviceaktion gibt es nun die Freigaben für Mercedes A-Klasse, B-Klasse, CLA-Klasse und GLA jeweils mit dem nach Euro 6 eingestuften 1,5-Liter-Motor. Des Weiteren – seit August 2016 – für die Mercedes V-Klasse mit dem 2,1 Liter-Diesel. Opel kann den Insignia mit dem Zweiliter-Diesel (Euro 6) nun in die Werksätten beordern. Bei VW Nutzfahrzeuge ist die Freigabe für den Amarok und den Crafter mit dem Zweiliter-Selbstzünder nach Euro 5 erteilt worden. Bereits im September hatte die Rückrufaktion für den Porsche Macan begonnen.

Vor einem Jahr hatten sich Mercedes, Opel, Audi, Porsche und VW freiwillig verpflichtet, 630.000 Autos zurückzurufen und ein Update für die Abgasreinigung aufzuspielen. Die Autos waren bei Abgasmessungen des KBA mit überhöhten NOx-Werten aufgefallen, ohne aber laut KBA gegen gesetzliche Bestimmungen zu verstoßen. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hatte am 22. April 2016 den freiwilligen Rückruf ausdrücklich gelobt und angekündigt: „Das KBA wird zuvor die verbesserten Emissionsminderungskonzepte auf ihre Wirksamkeit hin überprüfen.“

KBA mit Personalproblemen?

Vor der Freigabe beklagten Mercedes und Opel gegenüber auto motor und sport, dass ihre Maßnahmen selbst zehn Monate nach der Dobrindt-Ankündigung nicht vom KBA freigegeben waren. Beide Hersteller wollen 337.000 Autos updaten. Offenbar hat das KBA zu wenig Personal, um die Updates zeitnah zu prüfen und zu genehmigen.

Allerdings ist zu bezweifeln, dass alle 630.000 europaweit betroffenen Dieselautos auch wirklich in der Werkstatt erscheinen. So sind seit August erst 19.500 V-Klasse-Modelle in der Werkstatt gewesen, betroffen sind aber rund 50.000 Fahrzeuge. Da es sich um eine freiwillige Serviceaktion handelt, müssen die Halter das Update nicht aufspielen lassen. „Freiwillige Servicemaßnahme heißt, dass der Kunde dazu nicht verpflichtet ist. Denn die Fahrzeuge entsprechen ja bereits heute den gesetzlichen Anforderungen“, so der Mercedes-Sprecher.

Immerhin verspricht der Hersteller durch das Update keine Leistungseinbußen und auch keinen Mehrverbrauch. „Durch die weiterentwickelte Software erwarten wir bei Leistung, zertifiziertem Verbrauch, Geräuschverhalten und Zuverlässigkeit keine Veränderungen.“ Daran zweifeln jedoch viele Autofahrer, weil upgedatete Fahrzeuge von VW in Tests von ADAC und auto motor und sport leicht erhöhte Verbräuche zeigten. Opel wollte sich zur Umsetzung seiner Maßnahme noch nicht äußern.

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