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Dirk Johaes Klassiker-Blog

Geiz bremst

VW Bus T1 Foto: Dirk Johae 6 Bilder

Hinter so manchem Scheunentor verbirgt sich noch ein schönes Geschenk für Oldtimerfans. In einem Dorf am Bodensee wurden jetzt zwei VW Busse geborgen, von denen der ältere seit 45 Jahren in einer Garage steckte.

06.12.2013 Dirk Johae Powered by

Es gibt sicher gemütlichere Orte, um die Tage in der Vorweihnachtszeit zu genießen. Ein kalter Wind pfeift um die Ecken, der Himmel ist trüb. Doch in der selbstgemauerten Garage eines fast 80 Jahre alten Mannes, die sich jetzt vor uns öffnet, schlummern lange verborgene Schätze. Experten von VW Nutzfahrzeuge sind aus Hannover angerückt, um die nicht fahrbereiten Autos zu bergen.

Rarer "Barn Door"

Das Highlight steht in der hintersten Ecke: ein VW Bus T1 Transporter von 1951, ein rarer "Barn Door", wie Bulli-Fans die frühen Vertreter der Baureihe wegen der großen Klappe für den Motorraum nennen. Doch zunächst ist der Bus von 1962 dran, den sich der Besitzer Ende der 60er Jahre als zweiten Bus zulegte. "Ich habe damals das Haus hier gebaut und brauchte einen Transporter für das Baumaterial", erzählt der Mann.

Privater Sammler

Doch vor der Mannschaft von VW hat sich bereits ein privater Sammler gemeldet: Welche Schätze der VW-Bus-Besitzer in seiner Garage versteckt, sickert nach Jahrzehnten mehr und mehr durch. Um Ostern meldet sich ein Oldtimerfan. Er einigt sich mit dem VW-Bus-Besitzer auf einen Preis und will dafür auch noch den VW Käfer mitnehmen, der ebenfalls in der Garage steht.

Nur noch die Hälfte

Als der Sammler die Autos abholen will, beginnt er, um den Preis zu feilschen. 1.000 Euro will er für alle drei Autos nur noch bezahlen, weniger als die Hälfte des ursprünglichen Betrags. Der Bus-Besitzer wird stutzig und glaubt, dass er über den Tisch gezogen wird. Er schaltet seinen Neffen ein. "Zu diesem Preis auf keinen Fall", meint der Verwandte und nimmt Kontakt mit den VW-Experten in Hannover auf. Die wissen den Wert der Scheunenfunde nach einer Besichtigung zu schätzen und werden schnell mit dem Besitzer handelseinig.

Für das ungeschickte Verhalten des Sammlers hat der VW-Bus-Besitzer nur ein Kopfschütteln übrig: "Wenn er nicht angefangen hätte zu handeln, wären die Autos längst weg."

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