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Dirk Johaes Klassiker-Blog

Wie war‘s in Goodwood?

Dirk Johae auf dem Goodwood Circuit Foto: Dirk Johae 9 Bilder

Bevor ich x-mal die gleiche Geschichte erzähle, setzt Euch einfach zu mir hier an den Tisch. Endlich mal wieder habe ich Zeit, um hier in der Bar Parco über meine Erlebnisse  als Motor Klassik-Redakteur zu plaudern.

08.04.2014 Dirk Johae Powered by

Also, das Members Meeting des Goodwood Road Racing Clubs (GRRC) unter der Regie von Lord March war klasse. Tolle Autos, gute Rennen und auch im Fahrerlager viel Platz, um sich zu bewegen.Hätten mehr Menschen davon erfahren, dass es keine exklusive Veranstaltung nur für Club-Mitglieder und ihre Gäste ist, wären wahrscheinlich mehr als 20.000 Besucher gekommen. Der Veranstalter hatte mit 27.000 Zuschauer geplant.

Vormerken: Members Meeting 2015!

Mein heißer Tipp: Eifrig Motor Klassik lesen und auf den Termin fürs 73. Members Meeting achten, Karten buchen und dann ab im Frühjahr 2015 nach Goodwood zum Members Meeting. Der Besuch ist garantiert viel angenehmer als beim vollen Revival Meeting. Nur wer auch auf klassischen Klamottenstyle, die historischen Flugzeuge und Renn-Mopeds steht, kommt weiterhin ausschließlich beim Revival auf seine Kosten.

Wie immer gab es in Goodwood Autos zu sehen, die man sonst eher nicht zu sehen bekommt. der Lotus 11 GT zum Beispiel, ein geschlossener Rennwagen im Breadvan-Styleauf Basis eines offenen Eleven. Das Gefährt ist eigentlich häßlich wie die Nacht, aber sauschnell. Sein Erbauer Graham Capel war ganz aus dem Häuschen, weil die blaue Flunder beim GRRC Members Meeting nicht nur den 50 Jahre dauernden Dornröschenschlaf beeendete, sondern auch die Führenden Wolfgang Friedrichs und Simon Hadfield im Aston Martin DB4 GT im Ein-Stunden-Rennen mächtig ärgerte.

Ungewöhnliche Rennwagen

Ebenfalls skurril: Der Bentley R-Type Gooda von 1954, ein Special mit geschlossener aerodynamischer Karosserie, der 1967 ein Mal bei einem Clubrennen in Silverstone eingesetzt wurde. Eine brilliante Idee des Teams um Lord March mit dem englischen Motorsporthistoriker Doug Nye als Triebfeder war das Rennen für Gruppe 1-Tourenwagen: Die überwiegende Anzahl der Autos stammte aus der Britischen Tourenwagen-Meisterschaft aus der Zeit von 1977 bis 1981. Allein zehn Ford Capri III trafen auf Rover Vitesse, Chevrolet Camaro, Triumph Dolomite und sogar einen originalen VW Golf GTI, mit dem der Vater des heutigen Fahrers und Besitzers Jim Morris Anfang der 80er Jahre Vierter in der Meisterschaft wurde.

Ins Konzert der heißen Motoren mit Vier-, Sechs- und Achtzylindern mischten sich die giftigen Klänge von Zweischeiben-Wankelmotoren:  Zwei Mazda RX7 in Original-Aufmachung von Pentax und Motul mischten sich in Feld mit 28 Autos. Während solche Autos das Geschehen in der englischen Tin-Top-Szene bestimmten, bastelte man in Deutschland an einem neuen Tourenwagenchampionat. 1984, vor 30 Jahren, lief die Serie vom Stapel, die wir heute als DTM kennen. Gerade schreibe ich eine benzingetränkte Jubiläumsgeschichte von YOUNGTIMER (ab 7. Mai am Kiosk) und zum ersten DTM-Rennen der Saison 2014 (4. Mai in Hockenheim) erscheint ein dickes Jubiläumsheft vom Kollegen Claus Mühlberger. Darauf freue ich mich schon sehr.

Auf ins Archiv

Jetzt stürze ich mich ins Archiv im dritten Stock, um in alten DTM-berichten von ams und sport auto zu schmökern. Den Bericht vom Auftaktrennen in Zolder vor 30 Jahren schrieb übrigens der spätere Mercedes-Sportchef Norbert Haug. Aber so viel kann ich verraten: Damals hatte er noch nicht wirklich Spaß am Dargebotenen.

"Bar Parco" heißt mein wöchentlicher Blog. Die Bar gibt es tatsächlich. Sie ist in der in der Mille Miglia-Stadt Brescia zu finden und liegt an der Via Rebuffone unweit der Start- und Zielrampe an der Via Venezia. An jedem Freitag stelle ich mir vor, dort zur Einstimmung ins Wochenende einen Espresso zu trinken.

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