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Display reparieren lassen

Total-Austausch nicht immer notwendig

Display-Reparatur, vorher Foto: Dino Eisele 15 Bilder

Wenn die Anzeigen im Cockpit ausfallen, raten Werkstätten gern zum Ersatz des ganzen Teils. Doch meist ist eine viel günstigere Reparatur möglich.

07.05.2012 René Olma Powered by

Früher waren Anzeigen im Auto vor allem informativ. Im Zeitalter von LCD-Displays und Touchscreens werden sie zunehmend bunter und funktioneller. Doch mit der komplexeren Technik steigt auch die Anfälligkeit. Wenn das Display aber nur noch fehlerhaft anzeigt, kennen die Markenwerkstätten in der Regel eine einzige Lösung: den Austausch des gesamten Instruments. Mit Kosten von rund 1.000 Euro ist das eine teure Angelegenheit.

Doch es geht auch billiger, wie Dirk Sturat zeigt. Der Techniker bietet mit seinem Unternehmen Pixelfehler-HH (www.pixelfehler-hh.de) einen Reparaturservice für zahlreiche Elektronik-Komponenten an. Angefangen hat alles mit Reparaturen an Elektronikteilen der Mercedes E-Klasse (W210) seines Vaters. Durch Mundpropaganda wurde schließlich ein Beruf daraus.

Ersatzteile gibt es nicht von Autoherstellern

Seit sechs Jahren gibt es sein Unternehmen am Rand von Hamburg. Offensichtlich besetzt Dirk Sturat zusammen mit einer Handvoll ähnlicher Betriebe in Deutschland eine Nische in der Werkstattbranche. Kein Wunder, denn das Ganze ist kein Kinderspiel. Das größte Problem bei der Instandsetzung der Instrumente sind die Ersatzteile. Sturat kann nicht auf Angebote der Autohersteller zurückgreifen, da diese ja nur komplette Komponenten liefern. Somit musste er sich eine eigene Zuliefererkette aufbauen. "Man muss schon wissen, wo man das passende Teil findet."

Mittlerweile ist ein defektes LCD-Display für den Hamburger aber keine unlösbare Aufgabe mehr - und deren weite Verbreitung lässt ihm die Arbeit nicht ausgehen: "Nach rund sechs Jahren zeigen sich oft schon die ersten Pixelfehler." Vertragshändler würden in diesem Fall das ganze Instrument austauschen. Sturat zerlegt es und wechselt lediglich das Display. Der Kunde zahlt 125 Euro, der Total-Austausch kostet 1.000 Euro.

Reparaturanleitungen helfen Laien oft nicht weiter

Zwar kursieren im Internet Reparaturanleitungen für Hobbyschrauber, doch so mancher muss dabei feststellen, dass die Tipps nicht immer hilfreich sind. "Da wird zum Beispiel empfohlen, das ganze Gehäuse mit Kontaktspray zu fluten, das gibt aber nur eine Riesensauerei", sagt Sturat. Und selbst die passenden Handlungsanweisungen führen bei ungeübten Schraubern schnell zu einem Desaster: "Ein Audi RS4-Fahrer hat beim Ausbau des Displays die Kontakte von der Leiterplatte gerissen, damit war das Teil Schrott."

Neben Kombiinstrumenten repariert das Unternehmen von Sturat auch Touchscreens von Navigationsgeräten und tauscht Festplatten aus. Selbst vor eingeschweißten Steuergeräten macht er nicht halt. Alles mit zwei Jahren Garantie. Mittlerweile zählen auch Vertragswerkstätten zu seinen Kunden, die Alternativen zum teuren Totalaustausch suchen.

Auch Tachos werden repariert

Doch auch mechanischer Probleme nimmt sich Sturat an. So wie bei Martin Bommert: Der Tacho seines Mercedes E 220 CDI der Baureihe W211 verweigert die Arbeit, die Tachonadel bleibt hängen. Die Mercedes-Werkstatt will das ganze Kombiinstrument ersetzen. Kostenpunkt: rund 800 Euro. Das war dem Rechtsanwalt die Sache nicht wert: "Ich hatte ja noch den Digitaltacho." Dann stößt er im Internet auf die Seite von Dirk Sturat. Der kennt das Problem: Das Zahnrad, auf dem die Tachonadel sitzt, bricht und bleibt anschließend hängen. Nicht mal eine Stunde dauert die gesamte Reparatur. Kostenpunkt: 154 Euro und somit fast 650 Euro billiger als der nun hinfällige Austausch des ganzen Instruments. Kunden wie Bommert freut es.

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