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DIW

Ölpreisanstieg möglich

Foto: dpa

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hält beim Ölpreis bereits in der kommenden Woche das Erreichen der 80-Dollar-Marke je Barrel für möglich. Dies würde den Preis für einen Liter Superbenzin auf rund 1,50 Euro treiben.

07.07.2006

"Da der Markt insgesamt sehr angespannt ist, wirken die derzeitigen Spekulationen weiter preistreibend", sagte die DIW-Expertin Claudia Kemfert am Freitag (7.7) in Berlin.

Sollten sich die geopolitischen Unsicherheiten in Nordkorea und vor allem im Iran verschärfen, könnten die Preise sogar in Richtung 85 Dollar je Barrel klettern. "Die Gründe sind die zu erwartenden Hurrikane, die zu Ölproduktionseinbußen führen könnten, die beginnende Reisesaison, die erfahrungsgemäß zu steigender Nachfrage, vor allem seitens der USA in Europa führt und damit die Öl- und Benzinpreise nach oben treibt."

Ölpreis bereits auf Rekordniveau

Die Sorge vor wachsenden geopolitischen Risiken hat den Ölpreis am Freitag auf neue Rekordstände getrieben. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte WTI kletterte in der Spitze bis auf 75,78 US-Dollar. Damit wurde die alte Rekordmarke vom vergangenen Mittwoch von 75,40 Dollar deutlich übertroffen. Auch an der Rohstoffbörse in London übertraf der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent am Nachmittag mit in der Spitze 75,09 Dollar erstmals die Marke von 75 Dollar.

Der Preis für ein Barrel der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) lag ebenfalls auf Rekordniveau. Ein Barrel kostete nach Angaben des OPEC-Sekretariats in Wien am Donnerstag 68,74 Dollar. Das waren 82 Cent mehr als am Mittwoch. Der bisherige Höchstpreis von 68,40 Dollar war am 2. Mai erzielt worden.

Auch die Internationale Energieagentur (IEA) hält in den kommenden Wochen weitere Rekorde an den Ölmärkten für möglich. "Wenn es zu großen Hurrikanen kommt oder die geopolitischen Risiken zunehmen, könnten wir noch höhere Preise als bisher sehen", sagte Chefökonom Fatih Birol der "Financial Times Deutschland". In der IEA haben sich 26 Verbraucherstaaten des Westens zur Sicherung ihrer Energieversorgung zusammengeschlossen.

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