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Dodge Challenger-Historie

Die US-Muscle Car-Legende wird 40

Foto: Dodge 61 Bilder

Der Dodge Challenger ist eine automobile Legende. Er wurde Filmstar, war Held zahlreicher Viertel-Meilen-Schlachten und eroberte die Herzen der US-Muscle Car-Fans im Sturm. 2010 wird der Challenger 40, aber keineswegs kampfesmüde.

17.06.2010 Uli Baumann Powered by

Im Herbst 1969 zückt Dodge zum ersten mal die Muscle Car-Karte, und dabei entwickelte sich der Dodge Challenger gleich zum Trumpf im Spiel der Big Three aus Detroit. Aufbauend auf der E-Body-Plattform von Chrysler, die auch den Plymouth Barracuda trug, rüstete Dodge den Challenger mit sechs Motoren aus - eine Offerte, der die Konkurrenz nichts entgegenstellen konnte.

40 Jahre Dodge Challenger: Das Muscle-Car feiert den 40. Geburtstag 1:38 Min.

Bis zu 431 PS machen Muscle Cars-Fans glücklich

Sprossen in der Basis-Version mit einem 3,7 Liter großen Reihensechszylinder mit 147 PS die Muskeln nur mickrig, so setzten die weiteren Varianten ausschließlich auf V8-Power aus Small- und Big Blocks. Das Hubraumspektrum reichte von 5,2 bis zu 7,2 Liter, die Leistungsbandbreite von 233 bis zu 431 PS im Hemi-V8. Der Challenger kam als Coupé oder Cabrio in den Ausstattungsvarianten Special Edition (SE), Road/Track (R/T) und Trans Am (T/A). Die Gangwechsel erfolgten automatisch oder per manuellem Drei- oder Vierganggetriebe. Besonders sportliche Naturen wählten zudem den Hurst-Pistolen-Schalthebel. Für die Big Block-Varianten stand zudem ein verstärktes Hinterachssperrdifferenzial in der Aufpreisliste.

Um sich weiter zu differenzieren, setzte Dodge schon damals auf diverse Design-Optionen. Motorhauben mit verschiedenen Lufthutzen konnten mit Sonderlackierungen und zahlreichen Streifendesigns kombiniert werden.

Sportliche Lorbeeren erntete der Challenger in der Trans Am-Rennserie und in der Pro Stock-Klasse der Hot Rod Association. Zu Filmruhm brachte es der 70er Challenger unter anderem in „Vanishing Point“ und in „Natural Born Killers“.

Das Modelljahr 1971 brachte leichte Designänderungen. Der Kühlergrill trug nun Doppelscheinwerfer, der Kühlergrill wurde ja nach Ausstattung farblich angepasst. Doch schon im zweiten Modelljahr musste der Challenger Federn lassen. Schärfere Abgasbestimmungen sorgten für das Aus einiger Triebwerksvarianten und beschnitten andere in der Leistung. Der Hemi-V8 durfte aber weiter mit 431 PS den Top-Challenger befeuern. Gestrichen wurden auch die SE-Versionen, die T/A-Modelle und das R/T-Cabrio.

Der Challenger muss Federn lassen

Noch härter traf es den Herausforderer im Modelljar 1972. Abermals verschärfte Abgasbestimmungen, höhere Versicherungseinstufungen und eine neue SAE-Norm zur Leistungsangabe ließen die Motorleistungen um bis zu 30 Prozent purzeln und den Challenger zahnlos werden. Nur noch drei Motoren wurden verbaut – der Stärkste brachte es auf 243 PS aus 5,6 Liter Hubraum. Basistriebwerk war ein Reihensechszylinder mit 112 PS. Rückläufige Verkaufszahlen brachten auch das Aus für das Challenger-Cabrio, der R/T musste dem Rallye weichen. Zum Modelljahr 1973 pflanzte Dodge dem Challenger mächtige Gummi-Hutzen auf die Stoßfänger, um den neuen Crashbestimmungen gerecht zu werden. Der Reihensechszylinder fiel aus dem Angebot, die verbliebenen V8-Triebwerke leisteten 152 und 243 PS.

Explodierende Versicherungsbeiträge für Muscle Cars setzten den Verkaufszahlen des Dodge Challenger 1974 extrem zu. Auch forderten die US-Behörden weitere Sicherheitsfeatures wie Gurte. Zwar legte der Challenger mit seinem neuen 5,9 Liter-V8 noch auf 248 PS zu, doch Ende 1974 wurde die Produktion wegen weiter sinkender Verkaufszahlen endgültig eingestellt. Insgesamt wurden 188.600 Dodge Challenger gebaut.

Der Dodge Challenger wird japanisch

1978 nahm der Challenger dann Anlauf zu einem Comeback. Was Dodge als Challenger offerierte, hatte allerdings nichts mehr mit dem einstigen Muscle Car zu tun. Chrysler setzte auf eine umgebadgte Variante des Mitsubishi Sapporo Coupés, die auschließlich mit Vierzylinder-Triebwerken antrat. Das 1,6-Liter-Basistriebwerk brachte es auf schmale 78 PS, selbst der 2,6 Liter große Vierzylinder im Top-Modell konnte mit seinen 105 PS kein adäquates Muskelspiel bieten. Begleitet von einer kleinen Modellpflege wurde der neue Challenger bis 1984 durchgeschleppt. Pro Jahr entschieden sich etwa 12.000 bis 14.000 Challenger-Fans für den schmächtigen Herausforderer.

Glorreiches Comback in Detroit

Angestachelt vom Erfolg des neuen Ford Mustang erweckte Dodge den Challenger erst 2006 wieder aus dem Dornröschenschlaf. Mit Blick auf die wiedererwachte Leistungslust der Amerikaner sollte mit einem Challenger im Retro-Stil deren Kaufbereitschaft getestet werden. Das Concept Car schlug auf der Detroit Motor Show 2006 wie eine Bombe ein. Dennoch nahm sich Chrysler bis ins Jahr 2008 Zeit, aus dem Prototypen ein Serienmodell zu machen, das an die glorreichen Muscle Car-Zeiten aus den 70er anknüpfen konnte. Unter der Haube schlug auf Wunsch wieder ein Hemi-V8, zurückhaltendere Gemüter konnten wieder zu einem Sechszylinder greifen. Und zum 40. Geburtstag im Jahr 2010 legt Dodge zwei ganz besondere Sondermodelle auf – den Challenger R/T Classic und den Challenger SRT8 Furios Fuchsia Edition. Wir gratulieren.

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