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Drohende Saab-Pleite

Chinesen übernehmen Saab

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Der akut bedrohte Autohersteller Saab wird von den chinesischen Unternehmen Youngman und Pang Da übernommen und ist damit vorerst vor der Pleite gerettet.

28.10.2011 dpa

Wie der Zwangsverwalter Guy Lofalk am Freitag (28.10.) in einem Schreiben an das zuständige Gericht im schwedischen Vänersborg mitteilte, übernehmen der Pekinger Autohersteller Youngman und das Großhandelsunternehmen Pang Da sämtliche Anteile an Saab.

Lofalk zog seinen Antrag auf Abbruch des laufenden Sanierungsverfahrens zurück, über den das Gericht bis zum Nachmittag entscheiden wollte. Bei einem Abbruch wäre die Insolvenz für das Unternehmen mit 3.500 Beschäftigten unausweichliche Folge gewesen. Nach Angaben des Rundfunksenders SR zahlen Youngman und Panga Da dem bisherigen niederländischen Saab-Eigner Swan (Swedish Automobile N.L.) 100 Millionen Euro. Die Produktion im Stammwerk Trollhättan steht seit April wegen Geldmangels und hoher Schulden still. Saab hat derzeit auch keine Mittel, um die fälligen Restlöhne und -gehälter für Oktober zu überweisen.
 

Gewerkschaften erleichtert

Erleichtert haben schwedische Gewerkschafter auf die Übernahme des akut bedrohten Autohersteller Saab durch zwei chinesische Käufer reagiert. Der Chef der Metallgewerkschaft, Stefan Löfven, sagte am Freitag im Rundfunksender SR zum Einstieg des Autoherstellers Youngman und des Großhandelsunternehmens Pang Da: "Das ist eine wichtige Sache nicht nur für uns, sondern für ganz Schweden."
 
Löfven sagte weiter, er sei nach direkten Kontakten mit den neuen Saab-Eignern sicher, dass diese auf eine Fortsetzung der Produktion im derzeitigen Stammwerk Trollhättan setzen würden. Hier haben 3.500 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz. Mit Zulieferern gelten mehr als 10.000 Arbeitsplätze als abhängig von Saab.
 
Saabs bisheriger Konzernchef und Haupteigner, der Niederländer Victor Muller, meinte ebenfalls im Rundfunk: "Saab wird als Autobauer in Schweden bleiben und hat gleichzeitig eine sehr, sehr positive Zukunft in China, dem größten Automarkt der Welt." Auch Saabs heimischer Konkurrent Volvo hat mit Geely eine chinesische Konzernmutter.
 

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