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DS7 Crossback (2017) Bilder, Daten, Preise

Erste Sitzprobe im neuen SUV von Citroën

DS7 Crossback (2017) Genfer Auto Sallon 31 Bilder

Nein, er ist kein Citroën, der neue DS7 Crossback, DS ist eine eigenständige Marke mit ehrgeizigen Zielen. Das SUV ist das erste von sechs neuen Modellen, die in den nächsten sechs Jahren kommen sollen.

28.02.2017 Andreas Of 5 Kommentare

Neues von PSA. Nein, diesmal geht es nicht um Opel. DS, bis vor kurzem noch eine Bezeichnung für etwas edlere Citroën, soll sich als eigenständige Marke etablieren und den Premium-Herstellern Konkurrenz machen. Denn dort, wo die Ansprüche und die Preise etwas höher sind, wird das Geld verdient, wie Yves Bonnefont anschaulich erklärt: Das Premiumsegment mache zehn Prozent des Marktes aus, aber ein Drittel des Gewinns. Auch die Wachstumsprognose für die nächsten fünf Jahre lockt die Franzosen: Der Gesamtmarkt soll um 15 Prozent wachsen, der Premiummarkt um 50 Prozent. Der Markt wächst und er ist lukrativ: Da lohnen sich eigene Modelle, zumal das Angebot bisher mit dem DS5 in der Mittelklasse endet. Ein SUV - immer noch ein Wachstumssegment - fehlte bisher.

DS7 erstmals in Genf

Das soll mit dem DS7 Crossback kommen. Anfang März feiert das SUV auf dem Genfer Autosalons Premiere. DS nimmt mit ihm Audi Q5, BMW X3, Mercedes GLC und Volvo XC60 ins Visier. Gleichzeitig bitten die Franzosen um etwas Geduld: Kunden können zwar schon im März online bestellen, bekommen ihr Auto aber erst im Januar 2018.

Lohnt sich das Warten denn? Wir haben uns ein Vorserienmodell genau angesehen. Von vorn wirkt der DS7 so selbstbewusst und mächtig, wie es sich für ein SUV gehört: Der sechseckige Grill und die LED-Leuchtengrafik sind schon von der Studie DS E-Tense bekannt. Sobald der Fahrer das Auto öffnet, drehen sich die LED-Elemente in den Scheinwerfern und leuchten rot auf.

Schlichtes Design, edle Details

Die Seite wirkt sehr schlicht, keine Sicke stört die Linie. „Wir wollten ein zeitloses, schlichtes Design mit scharfen, grafischen Linien“, erklärt DS-Designchef Thierry Metroz. Wichtiger als schnelle Effekte seien die Details, erklärt Metroz und verweist auf die Lasergravur in den Gehäusen der LED-Rückleuchten. DS-Chef Yves Bonnefont verweist darauf, dass der DS7 die größte Bereifung im Segment habe, das Auto im Studio steht auf 20-Zoll-Rädern. Audi Q5 und BMW X3 haben in der Basis 17-Zoll-Räder, bei Audi sind ab Werk 21 Zoll möglich.

DS7 Crossback (2017)
Platz hat er, der DS7 und der Qualitätseindruck ist gut.

Guter Raumeindruck bei der Sitzprobe

Im Innenraum soll der DS7 mindestens so viel Platz bieten wie die edle Konkurrenz. Zumindest beim Radstand, einem wichtigen Maß für den Innenraum, fehlen dem DS mit 2,74 Metern sieben Zentimeter zu Audi Q5 und BMW X3. Außen ist ein Q5 neun Zentimeter länger, doch dafür hat der DS den Motor quer eingebaut. Der erste Raumeindruck im 4,57 Meter langen DS7 ist gut. Vorn sitzt man bequem und mit einer guten Position im Auto. Hinten hocken Langbeinige etwas zu niedrig auf der niedrig montierten Rückbank. Dafür gibt es mit Knie- und Kopffreiheit keine Probleme. Die Rundumsicht schränken breite D-Säulen ein.

Mit edlen Details gegen Audi & Co.

Das Vorserien-Exemplar, in dem wir sitzen, macht mit großzügig verlegtem Nappaleder, Alcantara und einer Mittelkonsole in Metalloptik einen hochwertigen Eindruck. Guillochierte Oberflächen sollen an die Optik von Breguet-Uhren erinnern. Auch die Sitze mit ihrer auffälligen Oberfläche zitieren die Lederarmbänder teurer Uhren. Die Uhr des DS7 – sie kommt von der französischen Uhrenmarke B.R.M. – sitzt über den Lüftungsdüsen und schwenkt erst beim Druck auf den Startknopf heraus. Mit den edlen Materialien, der eigenständigen Gestaltung und den zwei Bildschirmen unterscheidet sich der DS eindeutig von einem Citroën. Doch die Konkurrenz ist hart, Hersteller wie Audi oder Volvo verstehen etwas von edlen Innenräumen und genau diesen Marken möchte DS Käufer abjagen. Gleichzeitig muss sich ein DS von technisch identischen und günstigeren Peugeot- und Citroën-Modellen unterscheiden.

PSA-intern ist der Peugeot 5008 ein möglicher DS7-Konkurrent: Beide SUV basieren auf der EMP2-Plattform, sind identisch motorisiert und ähnlich groß. Doch während der Peugeot mit einem 130-PS-Dreizylinder für 26.700 Euro zu haben ist, soll der günstigste DS7 mit dem gleichen Motor rund 30.000 Euro kosten. Der Peugeot hat, ebenso wie der DS, ein 12,3-Zoll-Instrumentendisplay und einen Achtzoll-Touchscreen für das Infotainment. Darüber hinaus ist das günstigere Schwestermodell praktischer veranlagt: Das Heck ist kantiger, das Dach länger, so passt eine dritte Sitzreihe in den Kofferraum. Die gibt es beim DS7 nicht. Auch die Variabilittä wirkt mit klapp- und neigbaren Sitzlehnen eher konventionell.

Cockpit mit zwei Bildschirmen

Infotainment-technisch wirkt das DS-SUV auf der Höhe: Schon das Basismodell bekommt einen 8- und einen 12-Zoll-Bildschirm. Wir sitzen im Opera, der hat sogar zwei 12-Zoll-Bildschirme. Rautenförmige Anzeigen im 12-Zoll-Instrumentendisplay nennen Geschwindigkeit, Drehzahl, Fahrtziel. Der zentrale Bildschirm lässt sich mit den Fingern bedienen, Smartphones koppeln per Android Auto, Apple Carplay und Mirror Link.

DS7 Crossback (2017)

Die Knöpfe und Schalter sind leicht erreichbar, die rechte Hand fällt genau auf den Wählhebel der Achtgang-Automatik. In der Basis werden es sechs Gänge sein, die der Fahrer manuell schalten darf. Metallene Einlagen werten die Mittelkonsole auf, sie wirken trotz Vorserie sehr wertig und verleihen der hoch bauenden Mittelkonsole mit ihren eingelassenen Schaltern ein sehr technisches Aussehen.

Das Topmodell hat einen Benzin-Hybridantrieb mit elektrischem Allrad und 300 PS und 60 Kilometern elektrischer Reichweite – er soll einige Monate nach der Markteinführung zur Verfügung stehen. Ein Diesel-Hybrid, wie er derzeit im DS5 angeboten wird, ist kein Thema mehr für PSA. Diesel ohne elektrische Unterstützung wird es natürlich geben, sie leisten 150 und 180 PS. Die Benziner teilen sich in Versionen mit 130, 160 und 220 PS auf. Alle Motoren haben vier Zylinder und maximal zwei Liter Hubraum - starke Sechszylinder-Diesel, wie sie Audi und BMW für Q5 und X3 anbieten, sind nicht vorgesehen. Dafür könnte der DS7 Crossback etwas günstiger werden als diese: erste Preisschätzungen reichen von 30.000 Euro für das Basismodell bis 58.000 Euro für den 300-PS-Hybrid.

Fahrwerk mit Kameraunterstützung

Bei Komfort- und Assistenzsystemen lässt DS kaum Lücken: Der Abstands-Tempomat hält auch die Spur, eine Kamera beobachtet, ob der Fahrer müde wird, während belüft- und beheizbare Sitze genau das verhindern sollen. Und einen Nachtsichtassistenten hat in dieser Klasse bisher niemand im Angebot. Das Audiosystem mit 14 Lautsprechern kommt von Focal.

Zum Einsatz kommt außerdem eine neue Federung mit kamerabasierter Schlaglocherkennung – gerade beim Komfort darf sich ein Auto mit dem Namen DS nicht blamieren.

Neuester Kommentar

Schade, dass sich DS da beim Design etwas zu viel an Audi orientiert hat, welche ja nicht gerade für aufregendes Design bekannt sind. Etwas mehr Vielfalt im Premiumsegment kann aber nicht schaden. In Deutschland wird DS gegen die etablierten Hersteller nicht viel ausrichten, aber es gibt ja noch andere Märkte.

Lastro 9. März 2017, 09:48 Uhr
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