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DTM auf Konsolidierungskurs in England

Am kommenden Wochenende (9. - 10.6.) startet die DTM zum ersten Mal in diesem Jahr im Ausland. In der englischen Grafschaft Kent findet der vierte Lauf zur populärsten Tourenwagenserie Europas statt.

06.06.2007 Gregor Messer Powered by

Die Kurzversion der Strecke von Brands Hatch südöstlich von London ist mit weniger als zwei Kilometern Länge die kürzeste im DTM-Kalender. Daher ist auch die Anzahl der zurückzulegenden Runden die höchste: 82 Mal müssen die 20 Autos die Berg- und Talbahn umkurven. "Wir können uns nirgends auf einem längeren Geradeaus-Stück ausruhen, es folgt Kurve an Kurve", stellt Vorjahressieger Mattias Ekström fest. Audi dominierte im vergangenen Jahr mit Tom Kristensen, der weit in Führung lag, bevor ihm die Radaufhängung brach. Abt-Teamkollege Ekström staubte dann seinen einzigen Saisonsieg ab, nachdem Lokalmatador Jamie Green in Führung liegend ein Fehler unterlief.

"Die Strecke ist spektakulär und kurz. Mir gefällt’s, dass die DTM die Kurzversion des Kurses nutzt", meint Ekström. "Die Abstimmung gestaltet sich hier deshalb so anspruchsvoll, weil die Biegungen so unterschiedlich sind. Und die Kurven führen über Kuppen, verschwinden in Senken oder verlaufen in Bergauf-Stücken."

Ekström und seine drei Kollegen aus dem Team von Abt-Sportsline steuern wie schon zuletzt am Lausitzring das schwerste Auto im Feld. Ihr Audi A4 Baujahr 2007 wiegt 1.080,5 Kilogramm. Eigentlich hätte es nach dem letzten Lauf eine Reduzierung auf 1.077 Kilogramm geben müssen. Doch der in einer Sondersitzung der DTM-Kommission gefundene Kompromiss nach der Farce vom Lausitzring sah nur eine Halbierung der vergebenen Punkte und der zugewiesenen Erfolgsgewichte vor.

Winkelhock weiter für Kristensen

Für den immer noch nicht genesenen Tom Kristensen greift wieder Markus Winkelhock ins A4-Lenkrad. "Ich freue mich auf Brands Hatch", gibt sich der Schwabe motiviert, "obwohl ich noch nie hier gefahren bin." Testfahrten, die Winkelhock mehr Routine mit Fahrzeug und Reifen hätten vermitteln können, gab es für den Formel 1-Testpiloten in der dreiwöchigen Pause nicht.

Während bei Audi nur Adam Carroll im zwei Jahre alten A4 vor heimischer Kulisse startet, sitzen bei Mercedes mit Gary Paffett, Jamie Green, Susie Stoddart und allen voran mit Tabellenführer Paul di Resta gleich vier Lokalmatadoren in den Cockpits. Der Schotte, mit 21 Jahren der jüngste im Fahrerfeld, liegt mit nurmehr 16 Punkten vier Zähler vor Mattias Ekström. Und Mika Häkkinen, zweifellos Sieger auf dem Lausitzring, fiel durch die Punktehalbierung vom fünften Tabellenplatz zurück auf Rang zehn. "Wenn mir vor der Saison jemand gesagt hätte, dass ich als Tabellenführer zu meinem Heimrennen kommen würde, hätte ich das kaum geglaubt. Ich will alles tun, um die Tabellenspitze zu verteidigen", meinte di Resta.

Neue Verantwortliche

Nach dem Funktionärsdesaster vom Lausitzring, als rund um eine zu spät eingeleitete Safety-Car-Phase Teams und Rennleitung mehrere Verstöße gegen das Sportliche Reglement begingen – wogegen nach dem Rennen auch die Sportkommissare nichts unternahmen – gilt das den neu berufenen Funktionären besonderes Augenmerk. Sven Stoppe als neuer Race-Director muss sich ebenso bewähren wie Hans-Gerd Ennser als neu ernannter Vorsitzender der Sportkommissare. DMSB-Automobilsport-Chef Christian Schacht hat sich als Ersatz für den geschassten Michael Schwägerl in der Funktion als DTM-Delegierter des DMSB ebenfalls einiges vorgenommen.

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