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DTM-Vorschau Valencia 2010

Kann Audi in Valencia kontern?

Foto: dpa 20 Bilder

Vom 22. bis 23. Mai gastiert die DTM zum ersten Mal im spanischen Valencia. Auf dem Circuit de la Comunitat Valenciana Ricardo Tormo will Audi das Gleichgewicht wieder herstellen und nach dem Mercedes-Vierfachsieg in Hockenheim kontern.

19.05.2010 Bianca Leppert Powered by

In Valencia beginnt die DTM-Saison für Audi neu. Beim Auftakt in Hockenheim erlebte die Mannschaft von Teamchef Wolfgang Ullrich zuletzt ein echtes Trauerspiel. Mit Reifenproblemen und Strategiefehlern stellte man sich selbst ein Bein. Der beste Audi landete mit Mike Rockenfeller im Vorjahreswagen gerade mal auf Platz fünf. Mercedes feierte mit Speerspitze Gary Paffet einen triumphalen Vierfachsieg. Diese Blöße wollen sich die Ingolstädter in Valencia nicht mehr geben.

Ob die A4-Armada mit Mercedes auf Augenhöhe kämpfen kann, wird unter anderem von den Reifen abhängig sein. "Wir haben sehr viel Aufwand betrieben, um die Reifenprobleme, die wir in Hockenheim im Rennen hatten, zu analysieren und zu reproduzieren", erklärte Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich. "Wir wissen nun wesentlich mehr über die neue Reifengeneration, aber behoben ist die Problematik, die recht komplex ist, damit noch nicht. Denn ich möchte noch einmal betonen, dass wir uns in Hockenheim ganz klar an die Vorgaben des Reifenherstellers gehalten haben."

Die Strecke in Valencia:

Zum ersten Mal findet in Valencia ein DTM-Rennen statt. Der Kurs hat sich in den vergangenen Jahren schon für Motorradserien und in der WTCC bewährt. Im DTM-Kalender gehört Valencia sicher zu den fahrerisch anspruchsvollen Strecken. Aber nicht nur die Piloten, sondern auch die Dunlop-Slicks werden erneut gefordert. "Die Strecke geht sehr auf den Reifen", weiß Markus Winkelhock. Dazu kommen die recht hohen Temperaturen um 25 Grad Celsius, die dem schwarzen Gummi noch mehr zu schaffen machen. Allerdings sind die Kerbs, die als eine der Ursachen für die Reifenschäden ausgemacht wurden, wesentlich flacher als in Hockenheim.

Die Mischung aus weiten und engen Kurven verlangen bei der Abstimmung nach einem  Kompromiss. Die erste Kurve ist sehr schnell, daneben gibt es aber auch langsame Ecken, in denen viel Traktion gefragt ist. Überholmöglichkeiten bieten sich zum Beispiel in Kurve zwei oder am Eingang von Start-Ziel, wo man den Gegner ausbremsen kann. Insgesamt ist es aber eher schwierig zu überholen. "Ein ordentlicher Startplatz ist auf dem engen Kurs wichtig um ein gutes Resultat zu erzielen", bestätigt Mercedes-Pilot David Coulthard.

Die Favoriten:

Da die DTM noch nie in Valencia unterwegs war, ist es schwierig, einen klaren Favoriten auszumachen. Jedoch kommt es auf dem spanischen Kurs vor allem auf den mechanischen Grip an. In dieser Disziplin war stets Mercedes der Vorreiter. Hockenheim-Sieger Gary Paffett ist sich aber auch der Schwierigkeiten bewusst. "Die Rennstrecke in Valencia stellt uns am Wochenende vor Herausforderungen, die teilweise anders als in Hockenheim sind. Valencia hat viele wechselnde Kurvenverläufe, die sehr anspruchsvoll für Auto und Fahrer sind", sagt der Brite.
Ohnehin wird Audi den Schwaben nicht einfach das Feld überlassen. Die Ingolstädter haben ihre Hausaufgaben ebenfalls erledigt und sind nach der Pleite in Hockenheim hoch motiviert wieder nach vorne zu fahren.

Experten-Einschätzung: Miguel Molina (Audi):

"Grundsätzlich ist die Strecke weder besonders langsam noch sehr schnell. Es gibt natürlich sehr enge Stellen wie zum Beispiel die zweite Kurve, aber auch viele schnelle Biegungen. Am Ungewöhnlichsten ist sicher die Fahrtrichtung gegen den Uhrzeigersinn. Körperlich ist das für einen Rennfahrer durchaus ungewohnt, denn die meisten Kurse werden im Uhrzeigersinn befahren. Für die Zuschauer ist die Strecke perfekt, da man von allen Tribünen aus im Grunde jede Streckenstelle sieht."

So lief das Rennen im Vorjahr:

Einen ersten Vorgeschmack auf die 4,005 Kilometer lange Strecke gaben die offiziellen DTM-Testfahrten vor der Saison. Das Verhältnis der beiden Hersteller war aber relativ ausgeglichen. Ohnehin lassen sich aus den Testfahrten keine konkreten Schlüsse ziehen, spielt doch nicht jeder mit offenen Karten.

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