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DTM Zandvoort Rennergebnis

Zweiter Saisonsieg für Gary Paffett

DTM Zandvoort 2009 Foto: Wolfgang Wilhelm 35 Bilder

Mercedes-Pilot Gary Paffett hat den vierten DTM-Lauf im niederländischen Zandvoort gewonnen. Mit seinem zweiten Saisonsieg übernahm der Brite am Sonntag (19.7.) die Führung in der Gesamtwertung. Nach dem Rennen wurden vier Audi disqualifiziert.

19.07.2009 Powered by

Mit dem dritten Mercedes-Saisonerfolg nacheinander brach der DTM-Champion von 2005 auch die Dominanz der Ingolstädter auf dem Dünenkurs, wo Audi zuletzt zwei Vierfach-Erfolge gefeiert hatte. Platz zwei und drei belegten die Audi-Fahrer Matthias Ekström und der im Jahreswagen von der Pole-Position aus gestartete Brite Oliver Jarvis. Dieser war nach dem Rennen sichtlich geknickt:  "Es hätte heute der erste Platz sein müssen, gar keine Frage. Ich habe einen blöden Fehler gemacht, der alles gekostet hat. Am Ende hatte ich mit meinen Reifen keine Chance mehr aufzuholen. Ich dachte schon, ich hätte einen Reifenschaden."

Jubel bei Mercedes

Der neue Spitzenreiter Gary Paffett hatte nach seinem zweiten Saisonerfolg dagegen allen Grund zum Jubeln: "Jetzt habe ich zwei Rennen in der Tasche und wir haben die Führung wieder. Wir sind wieder da!". Für heftige Debatten sorgten nach dem Rennen Mutmaßungen, dass Audi dem Schweden Rang zwei mit Blick auf das Gesamtklassement durch eine verbotene teaminterne Stallorder ermöglicht haben könnte. Das Rennergebnis blieb daher zunächst vorläufig.

Stein des Anstoßes war, dass Ekström in der Schlussphase mit bemerkenswerter Leichtigkeit an seinen im vorherigen Rennverlauf schnelleren Markenkollegen Oliver Jarvis und Alexandre Prémat vorbeigezogen war, die sich dadurch auf den Plätzen drei und vier einreihten. Den schalen Beigeschmack verstärkte, dass Audi den Boxenfunk dieser drei Fahrer anders als üblich für Live-Schaltungen des übertragenden TV-Senders ARD sperrte.

Nach dem Rennen sprach die Rennleitung dann tatsächlich Disuqalifikationen gegen vier Audi-Piloten aus. Allerdings wurden Timo Scheider, Alexandre Premat, und Christian Bakkerud aus der Wertung geworfen, weil sie nicht rechtzeitig zum Wiegen eingetroffen waren. Markus Winkelhock wurde disqualifiziert, weil er nicht über die notwendige Menge Restsprit im Tank verfügte. Über die Stallorder-Frage wollen die Stewarts erst unter der Woche entscheiden, wenn alle Daten ausgewertet wurden.

Haug: "Stallorder verfälscht Rennergebnis"

"Schade, dass die offensichtliche Stallorder unserer Rivalen das echte Rennergebnis verfälscht hat", beklagte sich Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug trotz der Freude über den ersten Sieg in Zandvoort seit 2005, den Paffett in 1:05:52,688 Stunden herausgefahren hatte. Haugs Ingolstädter Kollege Wolfgang Ullrich wies die Anschuldigungen zurück und verwies auf die Renntaktik Ekströms, der erst in der 22. der 41 Runden à 4,307 Kilometer (Gesamtdistanz: 176,587 Kilometer) und damit später als seine Konkurrenten an die Box gefahren war.    

Ullrich: "Strategie ist ein Teil des Motorsports"

"Er hatte heute die richtige Strategie und hat sich mit einem langen ersten Stint in die Position gebracht, am Ende mit den frischeren Reifen deutlich schneller fahren zu können als die Autos vor ihm. Er war in den letzten Runden auch wesentlich schneller als Gary Paffett", erklärte Ullrich, dessen Mannschaft das Dünen-Rennen in den vergangenen beiden Jahren mit zwei Vierfach-Siegen dominiert hatte. Jarvis und Prémat hätten in ihren Vorjahreswagen am Ende mit den Reifen zu kämpfen gehabt und Ekströms Tempo nicht parieren können. "Dass sie in so einer Situation einem schnelleren Markenkollegen das Leben nicht schwer machen, ist bei Audi selbstverständlich. Dafür braucht man keine Stallregie. Strategie ist ein Teil des Motorsports."

Le Mans-Rekordsieger Tom Kristensen musste sich mit dem achten Platz begnügen. Mike Rockenfeller beschädigte sich bei einer Startkollision eine Spurstange und gab neun Runden vor Schluss aus Sicherheitsgründen auf. Gleiches galt für Katherine Legge, die ihren A4 DTM nach 17 Runden abstellte.

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