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Ducati XDiavel auf der EICMA

Power-Cruiser alla bolognese

11/2015, Ducati XDiavel Motorrad Foto: Ducati 37 Bilder

Ein gutes Ragù alla bolognese braucht seine Zeit, vor allem Zeit durchzuziehen. Ähnlich ist es mit der Ducati Diavel, die schon immer als Power-Cruiser galt, aber erst jetzt als XDiavel offiziell den Titel Cruiser führen darf. Premiere feiert die XDiavel auf der EICMA in Mailand.

18.11.2015 Uli Baumann

Cruiser sind Motorräder zum genüsslichen Dahinbummeln und fröhnen der entspannten Gangart - so zumindest sieht es die landläufige Definition. Wenn Ducati dieses Thema angeht, bleiben heißblütige Einflüsse nicht aus - so war es schon bei der Diavel und natürlich auch jetzt bei der neuen XDiavel, die auf der Mailänder Motorradmesse EICMA vorgestellt wurde.

11/2015, Ducati XDiavel Motorrad
Ducati XDiavel auf der EICMA: Der Power-Cruiser 1:41 Min.

Extrem lang, extrem fett und doch sportlich

Um sich dennoch dem Thema Langsamkeit zu nähern, haben die Italiener den bekannten Testastretta-V2 auf 1.262 ccm aufgestockt, mit einer variablen Ventilsteuerung versehen und auf 162 PS und 129 Nm Drehmoment gezügelt. Die Maximalleistung steht bei 9.500/min. an, das maximale Drehmoment aber schon bei 5.000 Touren - nicht ganz im Drehzahlkeller, aber für eine Duc schon in sehr niederen Drehzahlgefilden. Der potente V2 steckt in einem stählernen Rahmen, der gegenüber der normalen Diavel um 3 cm im Radstand auf beachtliche 1,62 Meter zugelegt hat. Ein Sechsganggetriebe reicht das Antriebsmoment über einen Zahnriemen an die 240/45-17er Hinterradwalze auf einer 8 Zoll breiten Felge weiter. Vorne tut es die zivile Dimension 120/70-17. Verzögert wird die vollgetankt 247 Kilogramm schwere XDiavel vorne von einer 320er Doppelscheibe mit radial angeschlagenen Vierkolbenzangen. Hinten darf sich eine Zweikolbenzange mit einer 265er Scheibe spielen. Die Summe der Eckdaten sprechen der Ducati XDiavel trotz der entspannten Sitzhaltung und den extrem weit vorverlegten Fußrasten reichlich fahrdynamisches Potenzial zu. Ducati verspricht mögliche Schräglagenwinkel von bis zu sportverdächtigen 40 Grad. Die Sitzposition kann übrigens mit vier Fußrastenpositionen, 5 verfügbaren Sitzbänken und drei Lenkerkonfigurationen individuell angepasst werden.

Ducati XDiavel mit viel Elektronik

Ordentlich gerüstet zeigt sich die Ducati XDiavel auch auf der Elektronikseite. Fahrdynamiksysteme wie ABS (inkl. Kurven-ABS), Traktionskontrolle, Launchcontrol und verschiedene Motorkennlinien sowie ein Tempomat gehören zum Paket. Scheinwerfer mit LED-Technik ebenfalls. Als Infozentrale dient ein kleiner TFT-Bildschirm. Geblieben ist das böse Grunddesign der Diavel, das je nach Version (XDiavel und XDiavel S), mit mattschwarzen oder glänzend schwarzen Bauteilen sowie Chrom- und Aluapplikationen verfeinert wurde. Dazu offerieren die Ducatisti noch die Pakete Sport, Touring und Urban sowie ein umfangreiches Zubehörprogramm.

Und was kostet der schnelle Hang zur Langsamkeit? Dazu hat Ducati noch keine Angaben gemacht. Ein gutes Ragù alla bolognese braucht eben seine Zeit.

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