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Dudenhöffer skeptisch über Renault-GM-Allianz

Foto: FH Gelsenkirchen

Eine Allianz zwischen Renault-Nissan und General Motors würde nach Einschätzung des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer kaum Synergien bringen.

14.07.2006

Langfristig ließen sich daraus nur sehr geringe Ertragszuwächse auf der Kostenseite realisieren und zugleich entstünden im Markt Vertriebsnachteile, erklärte der Geschäftsführer von B&D Forecast am Freitag (14.7.). Für den gleichen Tag wurde ein Sondierungsgespräch zwischen dem Chef der französisch-japanischen Autogruppe Renault-Nissan, Carlos Ghosn, und GM-Chef Rick Wagoner in Detroit erwartet.

"Viele vor Mergers und Allianzen gerechnete Kostenvorteile erweisen sich nach der Implementierung als wenig nachprüfbar", erklärte Dudenhöffer. Schon durch die Allianz mit Renault habe Nissan in seinem US-Programm so gut wie keine Vorteile bei den Kosten.

Markenwert kaum zu steigern

Auch der Wert der Marken lasse sich durch eine Allianz kaum steigern, erklärte Dudenhöffer. Dies zeige eine kürzlich veröffentlichte Studie zur Kundenzufriedenheit in Deutschland. Demnach hätten die japanischen Marken Toyota, Honda und Mazda auf den Plätzen eins bis drei rangiert, während Nissan auf Platz 16 und Renault auf Platz 18 gelandet seien. "Nissan hat es also nicht geschafft, trotz hervorragender Kostenbasis seine Markenstärke zu verbessern", erklärte Dudenhöffer.

Ghosn scheine hier keinen Ansatzpunkt zu haben. Langfristig könne sich eine Allianz damit nur durch Kostenführerschaft durchsetzen. "Auf Grund der steigenden Komplexität erscheint allerdings auch die Kostenführerschaft wenig wahrscheinlich."

Dudenhöfer: "Personalabbau und Fabrikschließungen"

Von Vorteil könnten aus Sicht Dudenhöffers einzig kurzfristige Sanierungserfolge sein. "Die heute erheblichen Überkapazitäten der Allianz könnten abgebaut werden", sagte der Autoexperte. "Bei Zustandekommen der Allianz muss sowohl in Westeuropa als auch in den USA mit einem erheblichen Personalabbau und Fabrikschließungen gerechnet werden."

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