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Dürheimer

CO2-Flottenausstoß gefährdet Porsche

Foto: Porsche

Porsche wird nach eigener Einschätzung die angekündigte Reduzierung des CO2-Ausstoßes um 20 Prozent bis 2008 schaffen, wäre aber nach den Worten von Entwicklungsvorstand Wolfgang Dürheimer in der Existenz gefährdet, wenn die EU einen herstellerbezogenen Flottenausstoß von 130 Gramm CO2 pro Kilometer festlegen würde.

10.09.2007

"Lassen Sie es mich ganz deutlich sagen: Wenn eine herstellerbezogene Flottenemission von 130 Gramm pro Kilometer Gesetz werden würde, dann gibt es Porsche nicht mehr. Wir könnten die Fabrik dicht machen", unterstreicht Dürheimer im Gespräch mit auto motor und sport. 

"Für unsere Produkte ist es physikalisch einfach nicht möglich, den CO2-Ausstoß auf 130 g/km zu drücken. Das schaffen nur Kleinwagen. Wir bei Porsche gehen aber auch nicht davon aus, dass es so kommen wird; auch weil es aus unserer Sicht gegen die Wettbewerbsregeln innerhalb der EU verstoßen würde. Wir gehen viel mehr von einer Segmentbetrachtung aus, in der zum Beispiel die Geländewagen oder die Sportwagen für sich bewertet werden."

Die angekündigte Redzierung um 20 Prozent werde Porsche jedoch im nächsten Jahr schaffen, so Dürheimer. "Porsche hat innerhalb der Selbstverpflichtung im ACEA eine Reduzierung der Emissionen für den Zeitraum von 1995 bis 2008 um 20 Prozent zugesagt. Seien Sie versichert, wir werden unser Versprechen halten. Und das wird noch nicht das Ende der Fahnenstange sein. Bis 2012 halten wir eine Absenkung auf durchschnittlich 250 Gramm pro Kilometer für unsere Fahrzeuge für möglich. Diese Zahl beinhaltet dann auch schon den viertürigen Gran Turismo Panamera, der dann längst auf dem Markt sein wird."Aktuell liegt der Flottenausstoß von Porsche bei 285 Gramm pro Kilometer.

Optimistisch ist Dürheimer, dass die Hybrid-Technik im Cayenne sich auch am Markt durchsetzen wird. "Wir gehen von fünf bis 15 Prozent aus. In den Ballungsräumen der USA könnte die Quote vielleicht sogar noch etwas höher sein." Nicht ausschließen will Dürheimer für die Zukunft, dass auch die Porsche Sportwagen mit Hybridtechnik ausgerüstet werden, sofern die Technik leicht und platzsparender wird. "Die Batterien und die zusätzlichen Elektromotoren sind einfach zu schwer; auch würde dafür der Platz im 911, Boxster oder Cayman nicht ausreichen. Aber wer weiß, was die Zukunft bringt. Der Fortschritt wird nicht aufzuhalten sein. Ich würde jedenfalls einen Hybrid im Sportwagen für die Zukunft nicht ausschließen wollen."

Im Motorsport kann sich Dürheimer Hybridantriebe sogar schon ab 2010 vorstellen. "Ja, natürlich. Wir haben dem ACO, dem Organisator und Reglementswächter von Le Mans, vorgeschlagen, alternative Antriebstechniken in den neuen Regeln, die ab 2010/2011 in Kraft treten sollen, zu berücksichtigen. Es würde Hybrid-Pioniere wie Porsche vor neue Herausforderungen stellen, der Rennsport-Szene neue Impulse geben und die Serienentwicklung nachhaltig beeinflussen."

Mehr lesen sie in der neuen Ausgabe von auto motor und sport, Heft 20, ab 12. September im Handel. Außerdem in dieser Ausgabe:

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