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E-Autos im Reichweitetest

E-Smart leidet unter Kälte

Smart Fortwo ED Foto: Reinhard Schmid 22 Bilder

Die Reichweite von Elektroautos sinkt bei den aktuellen winterlichen Temperaturen dramatisch. Der E-Smart schafft bei minus sieben Grad statt 159 Kilometern im Sommer nur noch 84 Kilometer, ergab der erste Reichweitentest dieser Art von TÜV Süd und auto motor und sport.

15.12.2010

Damit büßt der Smart unter vier getesteten Autos am stärksten Reichweite ein. Die neuwertigen Batterien der Testfahrzeuge litten nicht nur teilweise stark unter den Kapazitätseinbußen als Folge der niedrigen Temperaturen. Zugleich steigt auch der Stromverbrauch durch die Heizung des Autos und zusätzliche elektrische Verbraucher deutlich an. Bei tiefen Minustemperaturen benötigt eine elektrische Innenraum-Heizung bis zu vier Kilowatt. Bei einem 16 Kilowattstunden großen Akku bedeutet dies, dass die Batterie des Autos in vier Stunden leer gesaugt wird, ohne dass sich das Auto bewegt hat.

Smart-Reichweite sinkt um 47 Prozent

Die stärksten Einbußen hatte im Test der Smart Fortwo ED. Bei 23 Grad schaffte das Auto nach dem TÜV Süd-Fahrzyklus eine Reichweite von 159 Kilometern und schlug damit alle Konkurrenten. Doch das von Tesla entwickelte Batteriesystem, das auch in der Mercedes A-Klasse und dem E-Mini eingesetzt wird, kommt mit Minusgraden schlecht zurecht. Die Reichweite sank im Test um 47 Prozent auf nur noch 84 Kilometer. Einen ähnlichen Einbruch erlebte der Mitsubishi i-MIEV. Schon im Sommer bei 23 Grad ist die Reichweite mit 113 Kilometer nur mäßig, bei minus 7 Grad sinkt sie um 43 Prozent auf 64 Kilometer ab. Kein anderes Auto verfehlt die Werksangaben so deutlich.

Besser schlagen sich dagegen der MIA Electric, der im nächsten Jahr für nur 19.500 Euro auf den Markt kommt, und der über 49.000 Euro teure Testsieger, der Fiat 500 Karabag. Der kleine MIA Electric schlägt sich vergleichweise gut, bietet allerdings spartanische Verhältnisse. Die Reichweite von 100 Kilometern bei 23 Grad sinkt im Winter nur wenig auf 93 Kilometer. Die werden aber erkauft durch eine Abschaltung der Heizung beim getesteten Prototypen. Das Serienmodell soll über eine Elektroheizung verfügen, die die Reichweite voraussichtlich um weitere 20 Prozent reduzieren wird. Die beste Wintertauglichkeit bei der Reichweite zeigte der Fiat 500 Karabag. Sein Fahrradius sank um nur 20 Prozent von 132 auf 105 Kilometer.

Zusatzheizung sichert Reichweite

Möglich ist das durch die Schonung der Batterie, die nicht für die Beheizung des Autos sorgen muss. Das erledigt eine benzinbetriebene Heizung von Eberspächer, die einen halben Liter Treibstoff pro Stunde braucht. Der Fiat kann dadurch 15 Stunden lang heizen, ohne an Reichweite zu verlieren. Jedoch werden die entstehenden Abgase nicht gefiltert.

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