Sie hätten zugesagt, bis Ende März in Listen darzustellen, für wieviele ältere Fahrzeuge die Verdoppelung dieses Anteils auf zehn Prozent unverträglich sei, berichtete Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) am Donnerstag (14.2.). "Also, die Verbandszahlen reichen nicht mehr. Wir wollen echte Hersteller-Zahlen", sagte Gabriel. Die neuen Zahlen seien am Vortag von der Automobilwirtschaft zugesagt worden.
Sollte die neue Zahl der von den technischen Problemen Betroffenen wesentlich höher sein als die vom Verband der Automobilindustrie (VDA) genannten 375.000 Fahrzeuge, müsse über das Biospritziel von zehn Prozent Anteil "neu nachgedacht werden", sagte Gabriel. Ohne Klarheit werde es die angestrebte Biosprit-Verordnung nicht geben. Kritische Stimmen aus Werkstätten und Autohäusern hatten dazu geführt, dass inzwischen öffentlich über Millionen Betroffener spekuliert wird. Sie müssten dann wegen der Biosprit-Unverträglichkeit für viele Motoren auf das viel teurere Super-Plus-Benzin umsteigen oder ihre Autos durch neue ersetzen.
E10: Hersteller müssen melden
In der Auseinandersetzung über künftig höhere Biosprit-Anteile müssen die deutschen Autohersteller und die Importeure nun Fakten nachliefern.
Autor: dpa




