E10: Rund drei Millionen betroffen

Die Zahl der in Deutschland zugelassenen Pkw, die durch Kraftstoff mit einem Anteil von zehn Prozent Bioethanol geschädigt werden könnten, ist offenbar wesentlich größer als bisher angenommen, berichtet die "Zeit" am Donnerstag (27.3.) in ihrer Online-Ausgabe.

Wie die Zeitung aus Regierungskreisen erfahren haben will, ist mit rund drei  Millionen Fahrzeugen zu rechnen, die den E10 genannten Kraftstoff nicht vertragen.

Darunter seien nach Angaben des VDA 315.000 Fahrzeuge deutscher Hersteller und zwei bis drei Millionen Pkw ausländischer Produzenten. Dies hätten Recherchen des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) ergeben.

Der ADAC will am Freitag die Ergebnisse eigener Recherchen bei den Automobilherstellern veröffentlichen.

Die Bundesregierung will zum Zwecke des Klimaschutz den Bioethanolanteil im Benzin von fünf auf zehn Prozent erhöhen. Bisher hieß es, dass nur 375.000 schon zugelassene Fahrzeuge den E10-Kraftstoff nicht vertragen. Die vom VDA genannte Ziffer bezog sich allerdings nur auf Fahrzeuge aus deutscher Produktion; die ausländischen Hersteller hatten bisher keine Zahlen genannt.

Weil Zweifel an der genannten Summe von Fahrzeugen entstanden waren, die wegen Unverträglichkeit des E10-Kraftstoffs auf das teure Super-Plus ausweichen müssten, hatte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel Mitte Februar verlässliche Angaben über die Zahl der betroffenen Fahrzeuge gefordert. Sollte diese Zahl der von den technischen Problemen Betroffenen wesentlich höher sein als die damals genannten 375.000 Fahrzeuge, müsse über das Biospritziel von zehn Prozent "neu nachgedacht werden", hatte Gabriel damals angekündigt.

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Uli Baumann

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