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Ecclestone

"Hamilton ist wie Schumacher"

Foto: dpa

Spionage-Affäre, Stallduell und das erste Dreikampf-Finale seit 21 Jahren: Im Interview gibt Formel-1-Chef Bernie Ecclestone seinen Eindruck der bisherigen Saison wieder.

18.10.2007 Powered by

Sind Sie überrascht, dass sogar in Deutschland immer weniger nach Michael Schumacher gefragt wird oder ist die Formel 1 so schnell, dass selbst jemand wie er in Vergessenheit gerät?
Ecclestone: "Nein, ich bin nicht überrascht, denn es gibt so viele andere Dinge, die in der Formel 1 passieren. Dazu trägt auch Lewis Hamilton bei. Es sieht so aus, als habe dieser Michael Schumachers Platz in den Zeitungen eingenommen."

Vermissen Sie Michael Schumacher und hätte Sie ihn gerne wieder zurück in der Formel 1?
Ecclestone: "Ja, ich vermisse ihn und würde es lieben, ihn zurück in der Formel 1 zu sehen. Ganz besonders bei dem aktuellen WM-Stand. Ich würde sehr gerne erleben, wie er gegen die aktuellen Piloten unter diesen gegebenen Umständen fahren würde."

Spionage-Affäre auf der einen Seite und ein dramatischer Titelkampf speziell zwischen Weltmeister Fernando Alonso und Herausforderer und Teamkollege Lewis Hamilton auf der anderen. Wie würden Sie die bisherige Saison zusammenfassen?
Ecclestone: "Es gibt für mich dazu nicht mehr zu sagen - ich denke, über die Spionage-Geschichte ist schon mehr als genug gesagt worden."

Wie hoch schätzen Sie den Schaden durch die Spionage-Affäre für die Formel 1 ein?
Ecclestone: "Ich denke, dass es sehr schade ist, dass sie weltweit so eine Beachtung gefunden hat, aber das ist bedauerlicherweise auch die Formel 1. Sie ist ein sehr populärer Sport."

Was kann die Formel 1 im allgemeinen und was können die Teams im speziellen tun, um nicht auch in eine solche Spionage-Affäre verwickelt zu werden?
Ecclestone: "Das ist eine Angelegenheit der Teams."

McLaren-Mercedes wurde zu der Rekordgeldstrafe von 100 Millionen US-Dollar verurteilt. Halten Sie dies für gerecht und sehen Sie eine Gefahr, dass das Team 2008 vielleicht nicht fahren könnte angesichts der angekündigten weiteren Prüfung des neuen Autos am Jahresende?
Ecclestone: "So hart die Strafe auch erscheinen mag, es war die ’bessere’ Option. Die einzige Alternative hätte den Ausschluss für die WM 2008 bedeutet. Obwohl sie das nicht direkt finanziell getroffen hätte, wäre ihnen dies jedoch viel teurer zu stehen gekommen."

Erwarten Sie, dass Fernando Alonso auch nächstes Jahr noch für McLaren-Mercedes fahren wird?
Ecclestone: "So weit ich weiß, hat er einen Vertrag. Also wäre es eine Entscheidung zwischen ihm und McLaren-Mercedes, wenn er gehen wollte."

Gehen Sie davon aus, dass er 2008 überhaupt fahren wird?
Ecclestone: "Dazu sage ich nichts."

Es scheint, dass Alonso und Hamilton auf der Strecke mit ähnlichen Mitteln kämpfen wie es Schumacher tat. Sehen Sie das auch so. Würden Sie sagen, dass echte Champions so sein müssen?
Ecclestone: "Sowohl Lewis Hamilton als auch Fernando Alonso sind wie Michael Schumacher. Beide wollen Erfolg haben und kämpfen darum Weltmeister zu werden."

Lewis Hamilton kann jüngster Champion der Formel-1-Geschichte. Trauen Sie ihm zu, so erfolgreich zu werden wie Michael Schumacher?
Ecclestone: "Ich sehe keinen Grund, warum Lewis Hamilton nicht so erfolgreich sein könnte, wie es Michael Schumacher war."

Nico Rosberg, Nick Heidfeld, Sebastian Vettel und Adrian Sutil sowie wahrscheinlich Timo Glock und eventuell auch Ralf Schumacher könnten 2008 das deutsche Sextett bilden. Wie beurteilen Sie den deutschen Beitrag zur Formel 1?
Ecclestone: "Es kommt darauf an, zur richtigen Zeit im richtigen Auto zu sitzen. Es gibt keinen Grund, warum einer dieser Fahrer nächstes nicht auch ein Rennen gewinnen könnte."

Wer hat Ihrer Meinung nach von den deutschen Piloten die größten Chancen, Weltmeister zu werden? Und wann glauben Sie, könnte es soweit sein?
Ecclestone: "Das kann ich ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen."

Von 2009 an wechseln sich die neue Strecke in Fuji und der zweite Japan-Kurs in Suzuka ab, dasselbe machen bereits seit dieser Saison die deutschen Strecken Nürburg- und Hockenheimring. Sehen Sie darin die Zukunft der Rennstrecken?
Ecclestone: "Das hängt sehr vom jeweiligen Land ab. Für Japan wäre es sehr ertragreich so vorzugehen, wie es in Deutschland gemacht wird. Persönlich möchte ich, dass beide wirtschaftlich überleben."

Warum haben die deutschen Streckenbetreiber dann große wirtschaftliche Probleme und wie können Sie ihre Situation verbessern?
Ecclestone: "Es ist so wie in jedem anderen Business auch. Sie wissen genau, was sie tun müssen, um ihre Situation zu verbessern. Die simple Antwort lautet, dass sie mehr Eintrittskarten verkaufen müssen."

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