Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Ecclestone-Kollektion

Zwei aus 42

Foto: Mike Johnson 15 Bilder

Am 31. Oktober versteigerte RM Auctions in London 42 Fahrzeuge aus der Kollektion des Formel-1-Königs Bernie Ecclestone. Motor Klassik konnte vorab einen Blick auf die Sammlung und ging mit zwei der schönsten Exponate auf Probefahrt.

21.11.2007 Bernd Woytal Powered by

Ende Oktober feierte Mister Formel 1 Bernie Ecclestone seinen 77. Geburtstag. Ob das allerdings der Grund für das Versteigern seiner Sammlung von klassischen Straßenfahrzeugen war, steht zu bezweifeln.

Hohe Sammlerwerte und clevere Bieter

Die Anschaffung der Oldtimer, die er loswurde, gestaltete sich allerdings etwas aufwendiger. Ecclestone erwarb sie über mehrere Jahre hinweg von bekannten Sammlern, und immer wieder gelang es dem Milliardär, bei Auktionen die Hand am höchsten zu strecken. Neider witzeln, der noch nicht einmal einssechzig große Brite sei dazu wohl auf einen Stuhl gestiegen.

Das wertvollste Stück rollt aus der Garage

Doch vom selben haut es zumindest jeden, der einen Blick in seine Schatzkammer südöstlich von London werfen darf. Robert Dean, in dessen Obhut sich diese Wagen sozusagen befinden, holt für Motor Klassik sogleich das wertvollste Stück ans Tageslicht: einen Mercedes-Benz 540 K Spezial-Roadster (Gebote zwischen 4,7 und 5,8 Millionen Euro).

Mit dem 540, der auf die Typen 380 und 500 K folgte, hatte Mercedes seinerzeit eines der exklusivsten Fahrzeuge der Welt im Programm. Von den vielen Karosserie-Varianten, die damals auf dem 540er-Chassis entstanden, gelten die Spezial-Roadster als die Schönsten. Die sich über 1,5 Meter erstreckende Motorhaube suggeriert gewaltige Kräfte, die Form der Kotflügel und das lang auslaufende, bis zur Stoßstange heruntergezogene Heck erzeugen eine berauschende Eleganz und vermitteln den Eindruck atemberaubender Schnelligkeit

Der Roadster ist eine echte Augenweide

Das vor uns stehende silberfarbene Exemplar ließ sich Sir John Chubb 1937 nach England liefern. Doch der König der Schlösser (nicht der bewohnbaren, sondern der zum Verriegeln) hatte nicht lange Freude daran. Denn selbst er konnte es sich nicht erlauben, einen Wagen aus dem Land des Kriegsgegners zu fahren.

Irgendwann wurde der 540 auf Linkslenkung umgebaut

Vor etwa 20 Jahren kam er in den Genuss einer Vollrestaurierung. Er wirkt immer noch proper – wir nehmen in dem angesichts der Gesamtlänge von über fünf Metern minimal ausgefallenen Passagierabteil hinter dem großen steilen Bakelit-Steuer Platz.

Auch aus der Fahrerwarte wirken die Ausmaße der Karosse gigantisch

Der verschwenderische Chromzierrat, die glänzenden, flexiblen Metallschläuche um die Auspuffrohre und das in Perlmutt ausgeführte Instrumententableau lassen den 540 K wie einen prachtvollen Palast wirken – ebenso unübersichtlich und unbeweglich erweist sich die Vorkriegsschönheit in bestimmten Fahrsituationen.

Der Kompressor liefert 60 zusätzliche PS

Der 5,4 Liter große Reihenachtzylinder besticht nicht nur durch Laufruhe, sondern auch mit Leistung. Die 115 PS taugen zwar nur für bescheidene Beschleunigungserlebnisse, aber wenn sich mit schrillem Kreischen der Roots-Kompressor zuschaltet, reißen die gut 60 zusätzlichen PS die Fuhre ordentlich voran.

Übersicht: Ecclestone-Kollektion
Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk