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Ed Whitacre neuer GM-Boss

GM-Chef Henderson tritt zurück

Fritz Henderson Ed Whitacre Foto: GM 144 Bilder

Nach nicht einmal einem Jahr an der Spitze des krisengeschüttelten US-Autobauers General Motors (GM) ist Fritz Henderson zurückgetreten. "Es müssen Veränderungen her", sagte Verwaltungsratschef Ed Whitacre am Dienstagabend (1.12.) in Detroit.

02.12.2009

Zu den genauen Gründen des überraschenden Abgangs wollte er sich nicht äußern. Er dankte Henderson aber ausdrücklich für die geleistete Arbeit.


Henderson in der Kritik

Im Vorfeld hatte es immer wieder geheißen, es gebe Meinungsverschiedenheiten zwischen Henderson und dem Verwaltungsrat. Dessen Chef Whitacre übernimmt nun selbst für eine Übergangszeit die Führung des mit staatlicher Milliardenhilfe aus der Insolvenz gekommenen Konzerns. Die Suche nach einem endgültigen Nachfolger laufe bereits, ergänzte ein Sprecher.

Henderson hatte nach einer langen Karriere innerhalb des Konzerns erst im März die Führung von General Motors übernommen - zu einer Zeit, als das Überleben des Autobauers auf dem Spiel stand. Er beerbte den glücklosen Rick Wagoner und schaffte es, mit staatlicher Hilfe das Unternehmen zu stabilisieren, die Verluste einzudämmen und viel früher als erwartet mit dem Schuldenabbau zu beginnen.

Unter Henderson platzte aber auch der Verkauf von Opel an den kanadisch-österreichischen Zulieferer Magna. Das brachte dem GM-Chef viel Kritik insbesondere aus Deutschland ein. Die schwer angeschlagene schwedische Tochter Saab wurde Henderson nicht los. Erst am Nachmittag hatte General Motors eine Frist bis Jahresende gesetzt - sollte es dann keinen neuen Käufer geben, will GM die chronisch defizitäre Traditionsmarke einstellen.

Autoexperte: Lage bei GM ist unberuhigend
 
Der überraschende Abgang von GM-Chefs Fritz Henderson ist nach Meinung des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer ein Zeichen für den fragwürdigen Zustand des Opel-Mutterkonzerns.
"Der Rauswurf von Fritz Henderson ist nicht überraschend, sondern war eigentlich nur eine Frage der Zeit" teilte Dudenhöffer Dienstagabend der dpa mit. Überraschend sei eher, dass GM- Verwaltungsratschef Ed Whitacre auch nach vier Monaten noch keinen neuen Vorstandschef und keine neue Manager-Riege vorweisen könne.
 
"Das ist sicher nicht das beste Zeichen für den Zustand von GM", sagte der Professor und Inhaber des Lehrstuhls für Automobilwirtschaft an der der Universität Duisburg-Essen. Whitacre übernimmt nun nach Angaben von GM selbst für eine Übergangszeit die Führung des mit staatlicher Milliardenhilfe aus der Insolvenz gekommenen Konzerns. Die Suche nach einem endgültigen Nachfolger laufe aber bereits, sagte ein GM-Sprecher.
 
Seit längerer Zeit sei der Verwaltungsratsvorsitzende Whitacre der starke Mann bei dem Opel-Mutterkonzern, sagte Dudenhöffer. Whitacre, der frühere Vorstandsvorsitzende des Telefongesellschaft AT&T, habe aber keine Erfahrung im Automobilgeschäft. "Seine Welt ist Telekommunikation und Restrukturierung." Seit einigen Monaten sei Whitacre wohl auf der Suche nach einem Henderson-Nachfolger - aber offenbar ohne Erfolg.
 
"Für GM und Opel ist das alles andere als beruhigend. Die GM- und die Opel-Strategie der Zukunft bleibt damit mit großen Unsicherheiten belastet." Whitacre scheinen die Manager zu fehlen, die den Umbau bewerkstelligen sollen, sagte der Autoexperte. "Damit werden auch für Opel die Risiken eher größer als kleiner."

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