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Edscha

Autozulieferer meldet Insolvenz an

Edscha Fertigung Foto: Edscha

Der Automobilzulieferer Edscha hat Insolvenzantrag gestellt. In Deutschland sind davon rund 2.300 Mitarbeiter in Bayern und Nordrhein-Westfalen betroffen, sagte eine Unternehmenssprecherin am Montag (2.2.) in Remscheid.

02.02.2009

Europaweit gelte der Insolvenzantrag für 4.200 Beschäftigte an insgesamt elf Standorten. Edscha produziert Cabriodächer und Türscharniere für die Automobilindustrie. Grund für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten seien die massiven Auftragseinbrüche und zunehmend schwierigen Finanzierungsbedingungen, sagte die Sprecherin.

Arbeitsplätze sollen gesichert werden

In Bayern beschäftigt Edscha nach Unternehmensangaben in den Werken Hengersberg, Hauzenberg und Regensburg rund 2.000 Mitarbeiter. In der Firmenzentrale Remscheid arbeiten rund 320 Beschäftigte. Mehrheitseigentümer des 1870 gegründeten Unternehmens ist der US-Finanzinvestor Carlyle. Ziel des Insolvenzverfahrens sei es, die Belieferung der Kunden aufrecht zu erhalten und möglichst viele Arbeitsplätze zu sichern, sagte die Unternehmenssprecherin.

IG Metall äußert Kritik

Der bayerische IG Metall-Bezirksleiter Werner Neugebauer kritisierte den Private-Equity-Fonds scharf. "Carlyle hat Edscha ausgesaugt bis zu Blutleere", sagte er in München. Edscha habe den eigenen Kaufpreis mit hohen Zinsen finanzieren müssen. Deshalb habe das Unternehmen nahezu kein Eigenkapital bilden können, das nötig sei um eine solche Krise zu überstehen.

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