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Eifel Classic 2009

MG A mit V8-Vergangenheit

Eifel Classic 2009 - MG A Foto: Reinhard Schmid 6 Bilder

Tim Sauber und sein Vater Nico erwarben einen MG A mit eingebautem US-V8, der einem verrosteten Bausatz glich. Ein anderer Vorbesitzer hatte sich schon an der Restaurierung versucht; die beiden Luxemburger versetzten den Briten zurück in den Originalzustand.

03.10.2009 Powered by

Die letzte Etappe der Eifel Classic führt die beiden Luxemburger Nico und Tim Sauber zurück in ihre Heimat. Unterwegs sind sie mit einem der letzten MG A von 1961, der einst in den USA mit einem 300 PS-V8 bei Rennen eingesetzt wurde.

Drei Jahre dauert die Restaurierung

"Ein amerikanischer Vorbesitzer hat einfach mit dem Schneidbrenner die Bleche rausgeschnitten und damit Platz für einen dicken V8 geschaffen", erklärt Tim Sauber, der Besitzer des MG. Er und sein Vater Nico setzten aus nicht mehr als einem "Haufen verrosteten Metalls" den offenen Briten wieder zusammen. Der luxemburgische Vorbesitzer importierte das 1961er-Modell aus den USA, brach die Restaurierung aber ab. "Die Lackierarbeiten waren bereits erledigt, doch die eigentliche Restaurierung fing erst mit dem Rückbau auf den originalen Motor an", erinnert sich Nico Sauber, "das war wohl zu viel für den Vorbesitzer."

Als erstes stand also eine Komplettdemontage an. Sämtliche Blechteile des Fahrgestells wurden gesandstrahlt und die beim V8-Einbau herausgeschnittenen Bleche angefertigt und eingeschweisst. Der originale Motor war völlig verschlammt und wurde ebenfalls komplett zerlegt und neu aufgebaut. Insgesamt drei Jahre lang bis 2001 dauerte die Rückrestaurierung. Von dem wilden V8-Umbau ist nichts mehr zu sehen, der MG A präsentiert sich in sehr gutem und authentischen Zustand.

Probleme mit der Ersatzteilversorgung

Selbst bei dem Volks-Engländer MG A - einst der beliebteste Sportwagen -  gibt es laut Nico Sauber schon Schwierigkeiten mit der Ersatzteilversorgung - und vor allem der Qualität der angebotenen Teile. "Man muss aufpassen, sonst hat man auf einmal chinesische Nachbauten in der Hand." So ist es dem Luxemburger, der für die EU Atomkraftwerke überprüft, mit seinem Weber-Doppelvergaser ergangen. "Ich hab ihn auseinandergebaut und  Grate von mehr als einem Millimeter entdecken müssen. Ich musste alle Kanäle mit einem kleinen Fräser nacharbeiten. Und bei der falschen Düsenbestückung ging es weiter."

Erste Tuning-Erfahrungen mit der elterlichen ID 19

"Ich bin Elektro-Ingenieur, habe also eigentlich nichts mit Autos zu tun", blickt Nico Sauber zurück, "doch schon bei dem Citroen ID 19 meiner Eltern legte ich Hand an und tunte den Motor." Zwar gehört der MG A seinem Sohn Tim, doch die meiste Arbeit erledigte Nico Sauber.

Seit der Fertigstellung wird der MG A auch bei Rallyes und Ausfahrten eingesetzt, unter anderem sind die Saubers schon bei der Saar-Lor-Lux Classique, dem Raid Suisse-Pars und dem Winter-Raid, den Tim Sauber 2006 auch gewann. 

"Bei uns in Luxemburg ist es schwierig geworden, bei Rallyes teilzunehmen - es gibt sie kaum noch, weil die Auflagen seit einem schweren Rennunfall vor drei Jahren sehr hoch sind und kaum erfüllt werden können - als Luxemburger muss man ins Ausland, um Rennsport zu sehen. Oder noch besser die Gelegenheit nutzen und bei der Eifel Classic mitfahren."

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