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Eifel Classic 2009

Die Rangordnung im Cockpit

Eifel Classic 2009 - Beifahrerlehrgang Foto: Reinhard Schmid 36 Bilder

Einmal auf die Nordschleife - einmal durch die Grüne Hölle. Der Traum wird für die 152 Teilnehmerteams der Eifel Classic wahr. Am Tag vor dem Start vermittelt Christian Geistdörfer den Novizen die Geheimnisse einer erfolgreichen Rallye.

30.09.2009 Powered by

Bei der Theoriestunde erklären Christian Geistdörfer, zweifacher Rallyeweltmeister, und Harald Koepke, Leiter des Organisationsteams, alles was bei einer Oldtimerrallye wichtig ist:  Zeichen, Regeln und Prüfungsarten.

Raus auf die Strecke – und erstmal Zählen lernen

Und die Teilnehmer können es kaum erwarten, die Theorie in die Praxis umzusetzen, wie auch Zeitnehmer Heinz Linders merkt: "Die Leute sind ganz heiß auf die Rennstrecke, manche träumen schon lange davon, durch die Grüne Hölle fahren zu können." Heinz Linders aus Speyer ist seit mehr als 30 Jahren in Sachen Motorsport im Einsatz, seit vier Jahren auch als Zeitnehmer bei der Silvretta Classic und der Sachsen Classic. Und jetzt setzt er sich auch bei der ersten Eifel Classic ein, um den Teilnehmern beizustehen.

Er weiß ganz genau, worauf es ankommt, um ganz vorne mitspielen zu können. "Hier bei unseren Prüfungen erfahren die Teilnehmer, was sechs, acht oder zehn Sekunden sind - die Leute lernen zum ersten Mal richtig zählen und entwickeln ein Zeitgefühl. Der größte Fehler, den viele machen, ist, dass sie ganz nah an die erste Lichtschranke oder den Schlauch fahren und dann Gas geben. Die Könner fahren schon mit der richtigen Geschwindigkeit in die Prüfung und dann ganz gleichmäßig hindurch", erklärt er, "ist ja logisch bei einer Gleichmäßigkeitsrallye."

Auch blutige Anfänger feiern schnell erste Erfolge



Wie schnell die Teilnehmer ein Gefühl für die Zeit bekommen, kann man bei Andre Wilwert und Jipi Schmit aus den Niederlanden sehen, die mit einem Lotus Elan S4 am Start sind. Nach dem ersten Prüfungs-Rundkurs mit einer Lichtschranken- und einer Schlauchmessung sind sie noch etwas enttäuscht: "Wir waren viel zu langsam und lagen weit daneben." Doch beim zweiten Mal sieht es schon viel besser aus: "Ich hab' die Durchschnittsgeschwindigkeit ausgerechnet", sagt Beifahrer Schmit, "und jetzt haben wir 9,88 Sekunden erreicht - bei geforderten zehn Sekunden." Auch Fahrer Andre Wilwert freut sich über die schnellen Erfolge: "Wir sind ja blutige Anfänger. Mein Beifahrer hat runtergezählt, und schon passt das - ich mache ja eigentlich nix.“
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Der Beifahrer als Dirigent



Auch für den erfahrenen Zeitnehmer Heinz Linders ist die Aufgabenverteilung und Rangordnung im Cockpit klar: "Die Beifahrer sind wichtiger: Der Fahrer gibt Gas, da braucht er nicht viel im Kopp. Doch der Dirigent ist eindeutig der Beifahrer." Und natürlich hat er auch einen Tipp für die Neulinge: "Einige Teams wechseln während der Prüfungen. Das ist geschickt, denn dann lernt der Beifahrer, was es heißt, mit dem Gaspedal zu spielen und der Fahrer merkt, wie schwierig das Zählen ist - schließlich bilden sie ja ein Team, und da geht es vor allem um gutes Zusammenarbeiten."

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