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Eifel Classic 2009

Weltmeister am Start: Röhrl und Geistdörfer

MKL Eifel Classic - Starterfeld Foto: mkl 154 Bilder

Bei der 1. Eifel Classic gehen die ehemaligen Rallye-Profis Walter Röhrl und Christian Geistdörfer wieder als Team an den Start. Anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Audi“ fahren die zweifachen Rallye-Weltmeister in einem Audi Sport quattro Rallye die 640 Kilometer lange Strecke.

28.09.2009 Powered by

In den achtziger Jahren feierten die beiden Motorsportler gemeinsam ihre größten Erfolge, darunter allein vier Siege bei der Rallye Monte Carlo. Ihr Auto aus dem Baujahr 1984 ist mit 400 PS das stärkste Fahrzeug im Teilnehmerfeld der Eifel Classic.

Wie alle anderen Rallye-Teams müssen Röhrl/Geistdörfer in den drei Tagen 15 Wertungsprüfungen und 12 Zeitkontrollen absolvieren und auch für die Rallye-Cracks gilt: Genauigkeit vor Geschwindigkeit.

152 Fahrzeuge der Baujahre 1914 bis 1989 von 40 verschiedene Marken

Ausrichter der Gleichmäßigkeits- und Zuverlässigkeitsrallye ist das Oldtimer-Magazin „Motor Klassik“, das bei der Motor Presse Stuttgart erscheint. Vom 1. bis zum 3. Oktober 2009 führt die 1. Eifel Classic auf den Spuren großartiger Motorsport-Ereignisse jeden Tag auf eine andere Rennstrecke: die Nordschleife und die Grand Prix-Strecke des Nürburgrings sowie auf die Rennpiste von Colmar-Berg in Luxemburg. Dazwischen führt die Strecke auf versteckten Routen durch Berge, Täler, Wald und Wiesen zu malerischen Ortschaften der Eifel und des Großherzogtums Luxemburg. 152 Fahrzeuge rund 40 verschiedener Marken gehen an den Start. Das älteste Schmuckstück der Rallye ist ein Premier Indianapolis Racer 6/48 aus dem Jahr 1914, pilotiert von Marcus Herfort, Organisationsleiter des Classic Day Schloss Dyck. Die jüngsten Fahrzeuge stammen aus dem Jahr 1989. Das Teilnehmerfeld bietet ein breites Spektrum von klassischen Automobilen, ein Schwerpunkt liegt bei sportlichen Nachkriegsfahrzeugen. „Da sind ganz exotische Raritäten dabei“, verspricht Harald Koepke, Organisationsleiter der 1. Eifel Classic.


Zwei M.I.T.E.-Teams mit sehbehinderten Beifahrern

Bei der Rallye treffen zwei Teams der italienischen Organisation M.I.T.E aufeinander. Dabei kommt es zu einem ganz besonderen Duell zwischen dem „Meister“ Luciano Viaro und seinem „Lehrling“ Daniel Claramunt. Beide gehören der M.I.T.E. an, die es blinden Menschen ermöglicht, Rallye-Sport zu betreiben – und beide haben bei früheren Klassik-Rallyes von „Motor Klassik“ große Erfolge gefeiert. Viaro, dreifacher Mille Miglia Sieger, und seine blinde Co-Pilotin Alessandra Inverardi gewannen etwa die Sachsen Classic 2008.

Der argentinische Fahrer Daniel Claramunt, der sein Rallye-Handwerk bei Luciano Viaro gelernt hat, siegte bei der diesjährigen Silvretta Classic Rallye Montafon. Als Beifahrer bei der Eifel Classic begleitet ihn der stark sehbehinderte Lorenzo Zennaro. Beide Fahrzeuge, der Lancia Stratos von 1974 (Siegerauto der Silvretta Classic 2009 und der Sachsen Classic 2008) und der Lancia Fulvia von 1970 sind mit den eigens von Viaro entwickelten Bordcomputern ausgestattet. Sie ermöglichen es den Fahrern, die komplizierten Wertungsprüfungen ohne Beifahrer zu bestreiten. Die Koordination übernehmen die Co-Piloten trotz ihrer Blindheit jedoch in vollem Umfang, denn das Roadbook wird in die Braille-Blindenschrift übersetzt.

Zurück zu den Wurzeln der Motorpresse

Mit der Eifel Classic kehrt die Motor Presse Stuttgart zu ihren historischen Wurzeln zurück. „Es gibt in Deutschland einen wirklichen Rennstrecken-Mythos – den Nürburgring und die Nordschleife“, begründet Malte Jürgens, Chefredakteur von Motor Klassik, die Wahl des Startortes. Paul Pietsch, Mitbegründer der Motor Presse Stuttgart, ist einer der Helden der ersten Silberpfeil-Epoche der Dreißigerjahre und fuhr auf dem Nürburgring auch noch zu Beginn der Fünfzigerjahre unter anderem erfolgreich auf Veritas. „Es gibt keine Strecke, die uns aus der Tradition heraus näher liegt als die Nordschleife“, sagt Jürgens. „Mit der Eifel Classic schließen wir den Kreis zum Kern der Motor Presse Stuttgart – der Begeisterung für den Motorsport.“

Bernd Rosemeyers Sohn fährt mit

Mit der Startnummer 9 geht Bernd Rosemeyer auf einem Audi Urquattro von 1988 an den Start. Der Münchner Sportarzt und Professor für Orthopädie ist Sohn der Rennfahrerlegende Bernd Rosemeyer, der die Ära der Silberpfeile wesentlich mit prägte und bei einem Geschwindigkeits-Rekordversuch im Januar 1938 tödlich verunglückte. Am 14. Oktober 2009 wäre der berühmte Rennfahrer 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass enthüllt sein Sohn am Donnerstag, 1. Oktober 2009, um 18 Uhr eine Gedenkskulptur, nahe des Grand-Prix-Fahrerlagers beim Medical Center in der Stefan-Bellof-Straße. Ein Silberpfeil der Auto-Union vom Typ D ist während der 1. Eifel Classic im historischen Fahrerlager am Nürburgring zu sehen. Dieses Auto macht die Verbindung zwischen den Rennfahrern Rosemeyer und Pietsch deutlich: Der Mitbegründer der Motor Presse Stuttgart und letzte lebende Silberpfeil-Pilot war 1935 gemeinsam mit Bernd Rosemeyer Werksfahrer bei der Auto-Union.


Filmstar am Start: Adler Favorit aus „Fräulein Stinnes fährt um die Welt“

Ein weiteres Fahrzeug im Feld mit besonderem historischen Bezug ist das zweitälteste Fahrzeug, ein Adler Favorit von 1930. Das Auto spielte gewissermaßen die Hauptrolle in dem Kinofilm „Fräulein Stinnes fährt um die Welt“, der im August in den Kinos angelaufen ist (www.fraeulein-stinnes.de). Darin schildert Regisseurin Erica von Moeller die abenteuerliche Geschichte der Industriellentochter Clärenore Stinnes, die 1927 bis 1929 als erste Frau die Erde mit einem Auto umrundete. Da ein Fahrzeug des Originaltyps Adler Standard 6 von 1927 nicht mehr aufzutreiben war, ließ die Produktionsfirma „taglicht“ einen Adler Favorit restaurieren, der dem Standard 6 sehr ähnlich war. Während der Dreharbeiten lief der restaurierte Adler noch einmal 3.700 Kilometer und geht nun bei der Eifel Classic an den Start. Am Steuer sitzt Manfred Schleissing vom Adler Motor Veteranen Club, Beifahrer ist Restaurator Sigmar Prätor aus Königstadt.

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