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Ein Mercedes wird zu Gold

Foto: Robert Gülpen 31 Bilder

Robert Gülpen ist der "Goldfinger“ der Modellautobauerszene. Bekannt wurde er durch seine edlen Einzelstücke. Nun hat Gülpen mal wieder für auto-motor-und-sport.de seine Werkstatt geöffnet und zeigt, wie aus einem Mercedes 300 SL ein Schmuckstück wird.

08.12.2006

Acht Jahre hat Robert Gülpen "ganz normal“ beim Daimler geschafft, wie man im Schwäbischen so sagt, war in der Motorenentwicklung beschäftigt und hat dort an der vorletzten S-Klasse mitentwickelt. 1999 kam dann der radikale Schnitt.

Von ganz groß wechselte der Mann mit den Pianistenhänden auf ziemlich klein. Genauer gesagt auf Modellautos der Maßstäbe 1:24 und 1:18. Allerdings waren es nicht irgendwelche Modelle. Mercedes ging, der Premiumgedanke blieb. Das heißt, nicht so ganz. Denn noch heute fertigt Gülpen (www.guelpen.com)vorzugsweise Modelle von Mercedes und auch für Mercedes. Darüber hinaus zählen vermögende Geschäftsleute zu seinen Kunden, die Edel-Miniaturen ihren Limousinen für den Schreibtisch fertigen lassen - die Basis aus massivem Sterlingsilber, wahlweise weiter veredelt durch Gold oder Platin.

So edel der äußere Schein, so akribisch die Verarbeitung der Luxusmobile in Taschenformat. Bis ins kleinste Detail fertigt Gülpen die Fahrzeuge nach , groben Guß bei dem der Unterboden nur konturiert ist, findet man bei ihm nicht. Das kann und will er sich gar nicht leisten . Was Wunder bei Preisen, die pro Modell l- je nach Ausführung – zwischen 1.000 und 25.000 Euro liegen. Der aus massivem Sterlin Silber und mit Gold überzogene 300 SL im Format 1:18, dessen Produktionsprozess auto-motor-und-sport.de verfolgen konnte, liegt preislich bei 18.000 Euro.

 Dafür ist Exklusivität gewährleistet. 70 Gießformen braucht der Meister der feinen Linien je Modell. Und da jede Form nur einmal verwendet werden kann, ist jedes Auto ein Unikat. Bis es im edlen Koffer ausgeliefert wird vergehen im Fall des SL gut 250 Arbeitsstunden.

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