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Ideale Einsteiger-Autos ab 3.500 Euro

5 Autos, die Sie nicht im Stich lassen

Volvo P 1800, Frontansicht Foto: Archiv 24 Bilder

Es gibt Autos, die kennt man zwar, doch um ihre Qualitäten als zuverlässige Alltagsbegleiter weiß man nicht Bescheid. 5 Kandidaten ab 3.500 Euro, die durch fast legendäre Zuverlässigkeit glänzen.

15.02.2014 Michael Orth Powered by

Der schöne Schwede, der nie vergeht

Volvo P 1800 - dem soll man trauen? Der soll einen nicht im Stich lassen? Dem kantigen Stahl einiger seiner Nachfolger nimmt man das sofort ab. Aber dem Volvo P1800? Sieht der nicht viel zu elegant aus, um robust zu sein? Ist er nicht ein bisschen zu chic, um in absoluter Zuverlässigkeit seine eigentliche Stärke zu haben? Oder lassen wir uns da nur zu sehr von Vorurteilen leiten in der Annahme, dass eine Sache auch wie ein Backstein aussehen müsse, um ebenso stabil zu sein? Es stimmt schon, die eher italienisch geprägte Linie des P1800 evoziert nicht auf Anhieb die Idee von Unvergänglichkeit.

Aber der Volvo P 1800 sieht ja auch verdammt sportlich aus – und ist es nicht. Wie sollte er auch, die technische Basis übernimmt der P1800 vom Amazon. So geriet das Fahrgefühl eher rustikal als rasant, und auch im Detail ist die Konstruktion von schwedischer Sorgfalt geprägt, weniger von Finesse. Von einem besonderen Hang zum Haltbaren zeugt die Fertigungsqualität allerdings erst ab 1963.

Ab 1963 in Schweden montiert

Denn erst seitdem wurden die Autos nicht mehr bei Jensen in England, sondern tatsächlich in Schweden montiert. Ein „S“ in der Modellbezeichnung kennzeichnet das. Mit einem solchen Volvo P 1800 S hat der US-Amerikaner Irv Gordon seit 1966 an die fünf Millionen Kilometer zurück gelegt. Dass dafür aber zwei Tauschmotoren nötig waren, wird nur mangelnder Sachverstand bemängeln. Natürlich ist der 1800er-Vierzylinder wie auch der ab 1968 verbaute Zweiliter B 20 B bei aller Zähigkeit nicht unzerstörbar. Man kann ihn leicht ruinieren. Es reicht dazu, ihm Sand in den Ölstutzen zu füllen. Eine Schaufel voll sollte es aber schon sein. Sonst dauert es doch sehr lang, bis er futsch ist.

  • von dem Volvo P 1800 wurden 39.407 Exemplare gebaut
  • Vierzylinder-Reihenmotor, 1.780 cm3, 96 PS
  • Gewicht 1.160 kg
  • Vmax 173 km/h
  • Bauzeit: 1961 bis 1972
  • Preis ab 22.000 Euro

Die französische Flosse heißt Peugeot 404

Große konstruktive Sorgfalt und die zurückhaltend elegante Karosserie machen den Peugeot 404 in der Mittelklasse zur feinen Opel- und Ford-Alternative. Er ist, obwohl mit Einspritzung bis zu 88 PS stark, ebenso frei von Sportlichkeit wie von Starallüren, dafür geräumig, komfortabel und von anspruchslos langlebiger Technik.

Dem Peugeot 404 ist nicht mal seine Rostanfälligkeit vorzuhalten. Denn sie ist ein zeittypisches Problem, und nicht das besondere dieses weithin unterschätzten Dauerläufers.

  • von dem Peugeot 404 wurden 2.885.267 Exemplare gebaut
  • Vierzylinder-Reihenmotor, 1.680 cm3, 68 PS
  • Gewicht 1.070 kg
  • Vmax 148 km/h
  • Bauzeit 1960 bis 1975 (bis 1989 in Afrika)
  • Preis ab 5500 Euro

Der amerikanische Opel mit unverwüstlichen Motoren

Mit einem hüftgeschwungenen Touch Amerika im Styling und einfacher, aber sorgfältiger Konstruktion und robuster Technik brachte es der Opel Rekord C als erster Opel auf über eine Million Bestellungen.

Es waren, und das gilt auch für den sechszylindrigen Commodore, vor allem die Motoren, die Opel - zurecht - das Image der Unverwüstlichkeit brachten. Legendär in ihrer Labilität war allenfalls die Wasserpumpe.

  • von dem Opel Rekord C wurden 1.276.681 Exemplare gebaut
  • Vierzylinder-Reihenmotor, 1.897 cm3, 90 PS
  • Gewicht 1.060 kg
  • Vmax 156 km/h
  • Bauzeit: 1966 bis 1972
  • Preis ab 6.000 Euro

Der VW Käfer durfte mehr als 50 Jahre lang reifen

Es heißt ja nicht: Man läuft und läuft und läuft. Es heißt: Er läuft und läuft und läuft. Das ist sprichwörtlich, und wer wollte an der sprichwörtlichen Wahrheit zweifeln. Sie gilt bis heute, obwohl sich der VW Käfer über die Jahre extrem verändert, entwickelt hat. Doch im Kern blieb er stets derselbe: luftgekühlter Boxer im Heck und die auf einem Zentralahmen mit angeschweißten Bodenplatten verschraubte Karosserie.

Am Anfang hieß es von VW selbst noch, der Käfer habe mehr Fehler als ein Hund Flöhe. Gegen die aber hat man etwas getan, und so reifte der über ein halbes Jahrhundert produzierte Käfer nicht nur zum Klassiker, sondern wurde über 21 Millionen Mal zum Inbegriff der Zuverlässigkeit. Einzige Voraussetzung: Er wird zuverlässig gepflegt.

  • von dem VW Käfer wurden 21.529.464 Exemplare gebaut
  • Vierzylinder-Boxer, gebläsegekühlt, 1.288 cm3, 40 PS
  • Gewicht 820 kg
  • Vmax 122 km/h
  • Bauzeit: 1946 bis 2003
  • Preis ab 3.500 Euro. 

Der unkaputtbare Mercedes

Ist er nicht das Fundament, das die Legende vom unkaputtbaren Mercedes trägt? Bauern fuhren ihn als Diesel mit Heizöl, bis das Heck schwarz war, Taxifahrer ritten Millionen auf den Tacho, und nicht mal sein Nachfolger, der W 123, beendete sofort die Laufbahn der Baureihe W 114 (Sechszylinder) und W 115 (Vier- und Fünfzylinder). Bekannter ist sie freilich unter ihrem Rufnamen: Strichacht.

Sein Gesicht stand einst für den gehobenen Mittelstand, heute für Nahost und Afrika ebenso wie für die Nostalgie, mit der wir unterdessen den gehobenen Mittelstand von einst einkleiden. Der Strichacht, seinerzeit ein Maßstab in Sachen Unfallsicherheit, ist ein Auto von Welt, der ganz großen wie der ganz kleinen, und das macht ihn so sympathisch. Noch dazu hält er tatsächlich ewig, wenn er nicht nachlässig dem Rost geopfert wird. Er war, auch im Wortsinn stimmt das, der letzte, den Mercedes den Stern noch auf einem Sockel überm Kühler tragen ließ.

  • von dem Mercedes Strichacht wurden 1.840.753 Exemplare gebaut
  • Vierzylinder-Reihenmotor, 2.277 cm3, 110 PS
  • Gewicht 1.370 kg
  • Vmax 173 km/h
  • Bauzeit: 1968 bis 1976
  • Preis ab 10.000 Euro 

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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