Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Einsteiger-Tipps

In drei Schritten zum Klassiker

Klassiker Foto: Archiv 16 Bilder

Sie haben Interesse an einem Klassiker, wissen aber nicht so recht, wie und was? Mit unseren Tipps geht das ganz einfach: In drei Schritten zum passenden Traumauto.

25.03.2011 Bernd Woytal Powered by

Wer sich einen Oldtimer oder Youngtimer kauft, soll Freude daran haben. Das ist das Wichtigste überhaupt. Das Angebot ist riesig - somit hat jeder eine reelle Chance, den für ihn passenden Wagen zu finden.

Der 1. Schritt zum Klassiker: Was für ein Auto will ich?

Zwei Dinge sollten Sie dabei in Einklang bringen: Das Auto sollte zu Ihnen passen, sprich, Sie fühlen sich wohl damit, und Sie sollten sich zuvor überlegen, wie Sie das Fahrzeug einsetzen möchten. Die Einsatzmöglichkeiten für einen Oldtimer müssen sich nicht zwangsläufig auf Schönwetterfahrten am Sonntag beschränken. Viele historische Autos eignen sich durchaus für Alltagseinsätze oder sogar für Urlaubstouren. Andere wiederum sorgen bei den Fahrern für ein breites Grinsen, wenn man sie flott über eine kurvige Landstraße dirigiert, bereiten aber auf Autobahnen weniger Freude. Ein Oldtimer oder Youngtimer bietet das meiste Vergnügen, wenn er seinen Charakter entfalten kann. Wenn er also dafür eingesetzt wird, wofür er gebaut wurde.

Wer bereits mit einem bestimmten Modell liebäugelt, sollte sicherheitshalber dessen Eigenschaften mit dem geplanten Einsatzzweck abgleichen. Infos dazu bieten zum Beispiel Fahrberichte in Motor Klassik und auf www.motor-klassik.de, die Oldtimer- Clubs und natürlich grundsätzlich jene, die schon so ein Auto besitzen.  Generell sind jüngere Autos größere Allroundtalente als ältere. Übrigens: Manche Oldies eignen sich auch zusätzlich als gute Wertanlage.

Motor Klassik-Tipp: Überlegen Sie zunächst, welches Auto zu Ihnen passt, und was Sie damit tun wollen.

Der 2. Schritt zum Klassiker: Was kann ich mir leisten?

Gern wird behauptet, Oldtimer seien ein Luxus für Reiche. Das stimmt nicht. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Preiskategorien, und speziell die Youngtimer, also Autos der 70er, 80er oder 90er Jahre, ermöglichen einen besonders günstigen Einstieg in die Szene. Auch wer sich gegen gewisse Trends stellt, kann günstiger einkaufen - also Limousine statt Sportwagen, oder eine Mercedes S-Klasse mit karger Buchhalter- statt mit Vollausstattung.

In jedem Fall ist es ratsam, nicht das ganze Ersparte in den Kauf zu investieren, sondern eine gewisse Summe für überraschende Reparaturen zurückzubehalten. Etwa zehn Prozent des Kaufpreises bedeuten eine gute Reserve - sofern sich das Auto in einem guten Zustand befindet und nicht aufgrund seiner komplexen Technik oder der kritischen Ersatzteillage besonders hohe Wartungs- und Reparaturkosten verursacht.

Für 15.000 Euro können Sie sich also zum Beispiel einen nahezu perfekten und sorgenfreien Mercedes 280 SE W 116 kaufen und haben noch 1.500 Euro für Reparaturen in Reserve. Oder Sie leisten sich für 9.000 Euro das Abenteuer eines noch akzeptablen Jaguar XJ 12 und heben den Rest für Werkstattbesuche auf. Ferner sind bei der Kalkulation eine möglicherweise anfallende Garagenmiete sowie Steuer und Versicherung berücksichtigen.

Motor Klassik-Tipp: Nie das ganze Geld für den Kauf ausgeben, Sie benötigen Reserven für Reparaturen

Der 3. Schritt zum Klassiker: Was kann ich reparieren?

Das Thema Werkzeug und Ersatzteile sollten Sie bei der Wahl des künftigen Klassikers ebenfalls einbeziehen. Wenn Sie gar keine Ahnung vom Schrauben und von Technik haben, fahren Sie am besten mit einem Oldtimer oder Youngtimer in möglichst gutem Zustand.

Dennoch müssen Sie Ihr Auto ab und zu in die Werkstatt bringen, weshalb es Sinn macht, wenn Sie vor dem Kauf wissen, ob es eine entsprechende Fachwerkstatt gibt und wie gut sie erreichbar ist. Früher als banal Empfundenes wie das Wechseln der Unterbrecherkontakte oder das Einstellen des Vergasers bringen die mit elektronischen Systemen vertrauten modernen Werkstätten ins Schleudern. Es ist also gut zu wissen, wer Ihnen notfalls weiterhilft.

Fein raus sind natürlich begabte Hobbyschrauber, die viel selbst machen können. Wer dann noch einen Reparaturleitfaden besitzt, den es für viele Klassiker gibt, kann einiges an Geld sparen. Und sollten Sie von Beruf Karosseriebauer sein, sparen Sie besonders viel, denn die Restaurierung einer Karosserie verschlingt in der Regel das meiste Geld. Vergessen Sie auch nicht, die Ersatzteilsituation für Ihr künftiges Auto zu ergründen. Manchen macht es zwar Spaß, wie ein Detektiv nach Teilen zu forschen, aber anderen verdirbt es die Laune. Die Mitgliedschaft in einem Club hilft übrigens, viele Probleme zu meistern.

Motor Klassik-Tipp: Mit einkalkulieren - Wer kein Hobbyschrauber ist, braucht auch für kleine Reparaturen eine Werkstatt. Auch kleine Beträge summieren sich schnell zu vierstelligen Rechnungen.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Autokredit berechnen
Anzeige