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Elektroauto Aptera 2e

Superleichtes Elektro-Dreirad aus den USA

Aptera 2e Elektroauto Foto: Aptera 22 Bilder

Alles an diesem ungewöhnlichen Elektro-Fahrzeug ist auf ein Ziel ausgerichtet: Mit möglichst geringem Energieaufwand möglichst weit fahren zu können. Die Fertigung des Aptera 2e soll Ende 2010 beginnen. Das 145 km/h schnelle E-Auto soll in unter zehn Sekunden auf 96 km/h spurten.

14.04.2010

Der Name: Aptera, was aus dem Griechischen übersetzt so viel bedeutet wie "ohne Flügel". Die Form: inspiriert von der Anatomie eines Vogels. Das Ziel: Möglichst geringer Luftwiderstand. Der Antrieb: elektrisch.

Aptera 2e: Elektroauto im Vogeldesign

So weit die Eckpunkte zum Aptera 2e, jenes skurril anmutenden Dreirads, welches sich ein kleines, im kalifornischen San Diego beheimatetes Team ausgedacht hat. Die Idee zu einem leichten, besonders windschnittigen und sparsamen Fahrzeug kam dem Mitbegründer von Aptera, Steve Fambro, als er eines Tages mal wieder in einem der endlosen Staus auf einem amerikanischen Highway zum Nichtstun verdammt war. Das Design "seines" Fahrzeugs sollte sich dabei an der Natur orientieren, um einen möglichst geringen Luftwiderstand zu ermöglichen.

Als Fambro wenig später mit dem Unternehmer und Bootsbauer Chris Anthony zusammentraf, erwuchs aus der Idee schnell ein konkretes Projekt. Anthony war es dann auch, der die Idee für die besonders leichte und stabile Karosserie-Konstruktion hatte. Gemeinsam präsentierten die beiden ihre Vision eines sparsamen, sicheren und effizienten Fahrzeugs dem Unternehmers Bill Gross. Viel Überzeugungsarbeit mussten sie nicht leisten, denn Gross machte alsbald ausreichend Geld locker, damit aus dem Traum Wirklichkeit werden konnte.

Als natürliches Vorbild für das auf den Namen Aptera 2e getaufte Dreirad diente der Körperbau eines Vogels. Durch seine strömungsgünstig geformte Karosserie soll der Aptera 2e bei einer Geschwindigkeit von 55 Meilen pro Stunde (89 km/h) im Vergleich zu einem konventionellen Auto 50 Prozent weniger Energie benötigen, um den Luftwiderstand zu überwinden. Die Außenhaut besteht aus einem mit Ölhärz gemischten Schaum. Dieses Material soll härter sein als Stahl und sich gleichzeitig durch sein besonders geringes Gewicht auszeichnen. Aptera verspricht, dass der 2e je nach Ausstattung lediglich zwischen 680 und 907 Kilogramm auf die Waage bringen soll. Paul Wilbur, Präsident von Aptera, lässt gar verlauten, dass der 2e nur halb so viel wiegen soll wie der ebenfalls elektrisch betriebene Nissan Leaf. Mit einer Länge von 4,39 Metern ist der Aptera in etwa so groß wie ein Toyota Prius, jedoch nur 1,35 Meter hoch. Seine Breite von 2,31 Metern fällt für deutsche Straßen äußerst üppig aus.

Eine Akkuladung des Aptera reicht für rund 200 Kilometer

Weniger Gewicht bedeutet im Umkehrschluss einen geringeren Energieaufwand beim Beschleunigen und Bremsen. Den Antrieb übernimmt im Aptera 2e ein Elektromotor von BorgWarner, der von Lithium-Ionen-Batterien (Kapazität: 13 kWh) des US-Herstellers A123 mit der nötigen Energie versorgt wird. 149 Newtonmeter sorgen dafür, dass der Aptera bei Bedarf in unter zehn Sekunden aus dem Stand auf 60 mph (96 km/h) spurten soll. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 145 km/h begrenzt. Eine Akkuladung soll für rund 200 Kilometer genügen. Umgerechnet soll der Aptera 2e im Schnitt nur 1,18 Liter auf 100 Kilometern kosumieren. Auch deutsche Technologie kommt im Aptera 2e zum Einsatz. So stammen die Bremsen vom Zulieferer Continental, das Fahrzeugdiagnosesystem vom deutschen Unternehmen TT Tec.

Aptera will nach China expandieren

Für die Sicherheit an Bord des Zweisitzers sorgen vier Airbags. Ein Aufladevorgang an den in den USA üblichen Haushaltssteckdosen mit 110 Volt dauert rund acht Stunden. Darüber hinaus generiert der Aptera mittels Bremsenergierückgewinnung rund 30 Prozent der benötigten Energie beim Bremsen. Die 220 Volt, die aus deutschen Steckdosen fließen, reduzieren die Ladezeit nochmals deutlich auf rund drei Stunden. Allerdings wird Aptera den 2e ab 2011 vorerst ausschließlich im US-Bundesstaat Kalifornien anbieten. Nach und nach sollen dann in weiteren US-Bundesstaaten Servicecenter entstehen, um die Wartung des Elektro-Dreirads zu gewährleisten. Die Preise starten bei 25.000 US-Dollar (18.384 Euro). Top ausgestattet kostet der Aptera 2e bis zu 45.000 Dollar (33.098 Euro). Gegen eine Anzahlung in Höhe von 500 Dollar nimmt Aptera auf seiner Internetseite bereits jetzt Vorbestellungen entgegen.

Zur Zeit verstärkt man bei Aptera die Anstrengungen, mit dem 2e auch auf dem chinesischen Markt Fuß zu fassen. Derzeit sucht das Unternehmen in China nach Partnern. Aus Kostengründen ist auch eine komplette Verlagerung der Produktion ins Land der aufgehenden Sonne möglich. Auf die zweitürige Version soll dann bald ein viertüriger Aptera folgen.

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