Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Förderung für Elektroautos und Plug-in-Hybride

Autogipfel bringt 4.000-Euro-E-Auto-Prämie

Tesla Model 3 Foto: Tesla 37 Bilder

Das Bundeskabinett hat die Kaufprämie in Höhe von 4.000 Euro für Elektroautos jetzt endgültig beschlossen. Beantragt werden kann sie ab dem 2. Juli 2016. Zudem soll es weitere Steuerentlastungen geben.

01.05.2016 Gerd Stegmaier

Damit fällt die E-Auto-Förderung um 1.000 Euro geringer aus als ursprünglich geplant, dafür soll die Prämie für alle förderfähigen Modelle gelten, die ab dem 18. Mai 2016 erworben wurden.

Hier die wichtigsten Fakten zur E-Auto-Förderung

  • Kaufprämie für Elektroautos: 4.000 Euro (ab 2018: 3.000 Euro)
  • Kaufprämie für Hybrid-Modelle sowie Brennstoffzellen-Fahrzeuge: 3.000 Euro (ab 2018: 2.000 Euro)
  • Keine Prämie erhalten Hybrid-Fahrzeuge ohne externe Lademöglichkeiten
  • Maximaler Fahrzeugpreis für die Prämie: 60.000 Euro
  • Start der Prämien-Auszahlung: 18. Mai 2016 (Kaufdatum)
  • Höhe des Prämientopfes: 1,2 Mrd. Euro (50% trägt der Bund, 50% die Autoindustrie)
  • Maximale Laufzeit der Förderung: Bis 2019 bzw. bis der Fördertopf leer ist
  • Aktuell beteiligen sich BMW, Daimler, Volkswagen sowie Renault und Nissan an der Prämie.
    Anderen Autohersteller können sich ebenfalls an dem Programm beteiligen, denn nur wenn der Hersteller die Hälfte übernimmt bekommt der Käufer eine Prämie.
  • Die Abwicklung der Prämie erfolgt direkt beim Kauf über den Hersteller, Anträge auf den Umweltbonus können ab dem 2. Juli 2016 bei der BAFA gestellt werden
  • Hier alle Autos, die die Förderung bekommen können

E-Auto-Prämie auch für Plug-in-Hybride

Die E-Auto-Förderung wird nach dem Windhundverfahren ausbezahlt, wie es schon 2009 bei der Abwrackprämie galt. Heißt: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Ist die Summe aufgebraucht, gibt es keine Prämie mehr. Auf Elektroautos bezogen wäre dann bereits nach 300.000 Fahrzeugen Schluss, bezieht man Plug-in-Hybride mit ein, könnten davon beispielsweise der Kauf von 200.000 Fahrzeugen bezuschusst werden sowie 150.000 rein elektrisch betriebene Autos. Für Luxusautos, die mehr als 60.000 Euro kosten, soll es überhaupt keine Förderung geben. Anträge auf die Förderung können ab dem 2. Juli 2016 bei der Bafa gestellt werden. Eine Übersicht der förderungsfahigen Autos (Stand: 1. Juli 2016) finden Sie im Download und in der Fotoshow.

Nachgedacht werde zudem über größere Steueranreize für Elektroautos, meldet der Spiegel. Ein Gesetzentwurf von Bundesfinanzminister Schäuble sieht vor, Elektroautos künftig für zehn statt bisher fünf Jahre von der Kfz-Steuer zu befreien. Die längere Steuerbefreiung soll rückwirkend zum 1. Januar 2016 gelten. Darüber hinaus soll es Steuervorteile geben, wenn Arbeitgeber Mitarbeitern ermöglichen, ihr privates E-Auto oder Hybrid-Fahrzeug in der Firma aufzuladen.

Nach dem Willen der Bundesregierung sollen bis 2020 eine Millionen Elektroautos über deutsche Straßen rollen, aber aktuell sind es noch immer weniger als 50.000. Ebenfalls zum E-Auto-Paket des Autogipfels gehört, dass 100 Millionen Euro für die öffentliche Beschaffung von E-Autos für den Bund bereitgestellt. Ziel soll mindestens ein Elektroautoanteil von 20 % sein.

Zudem sieht der Autogipfel die Förderung des Baus von 15.000 Lade-Stationen mit weiteren 300 Millionen Euro von 2017 bis 2020 vor. Davon entfallen 200 Millionen auf 5.000 Schnellladestationen entlang von Bundesstraßen und in Metropolen sowie 100 Millionen auf 10.000 öffentlich zugängliche Normalladestationen. Mögliche Standorte von Ladesäulen sind Tankstellen und Autohöfe an Hauptverkehrsachsen, Shopping- und Einkaufszentren, Sportzentren, Carsharing-Stationen sowie Bahnhöfe, Flughäfen und Messezentren. Unterstützt werden sowohl private Investoren als auch Städte und Gemeinden.

Dass eine gute Infrastruktur für E-Autos die erfolgversprechendere Förderung sein könnte, lässt sich an Tesla ablesen. Der US-Hersteller bietet seinen Kunden selbst in Europa kostenloses Aufladen ihrer Teslas an einem eigenen Netz von Ladestationen an. Und das erschwingliche Model 3 löste bei seiner Vorstellung einen nie gekannten Hype aus: Rund 400.000 Vorbestellungen liegen bereits vor, obwohl noch niemand das Auto fahren konnte. Hier finden Sie alles zum Model 3 und seinen Konkurrenten.

Plug-in-Hybride könnten die großen Gewinner sein

Angesichts dessen, dass auch Plug-in-Hybride (Marktüberblick in der Bildergalerie) förderungsberechtigt wären, könnte die E-Auto-Prämie vor allem für diese eigentlich als Brückentechnologie eingeschätzte Antriebstechnik größere Stückzahlen bringen: Die großen deutschen Hersteller haben bereits bezahlbare Modelle in der Mittelklasse am Start und im Alltag fordern sie dank ihres Verbrennungsmotors keine Zugeständnisse bei der Reichweite und bei etlichen Herstellern hat eine Gleich-Preis-Politik im Vergleich zu ähnlich starken Benzinern Einzug gehalten.

Alle Autos, die aktuell den Förderungsbedingungen entsprechen, finden Sie in der Fotoshow.

Wie gut aktuell Plug-in-Hybrid-Modelle in der Praxis funktionieren lässt sich in Tests von auto motor und sport nachlesen:

Vergleichstest BMW 330e gegen VW Passat GTE

Vergleichstest Mercedes C 350 e gegen VW Passat GTE

Download Liste der förderfähigen Modelle (PDF, 0,33 MByte) Kostenlos
Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden