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Elektroauto Nissan Nuvu

Kleinstwagen-Studie Nissan Nuvu mit E-Antrieb

Foto: Nissan 20 Bilder

Nissan strebt die Marktführerschaft bei Produktion und Vertrieb von Elektroautos an. Als Ausblick auf die Serieneinführung solcher Fahrzeuge wurde im Oktober der Nissan Nuvu gezeigt. Nissan hat ein Herz für die Kleinen.

12.04.2009 Eberhard Kittler

Das wurde spätestens auf dem Pariser Automobil-Salon im Oktober deutlich: Dort debütierte sowohl der Pixo (ein Mini, der sich Plattform und Technik mit dem Suzuki Alto teilt) als auch eine elektrisch angetriebene Kleinstwagen-Studie namens Nissan Nuvu. Ausgesprochen wird dies als "New View" (Neue Aussicht). Bis der Blick in die Zukunft als Realität in Serie geht, werden aber noch einige Jahre vergehen.

Nissan Nuvu-Interieur aus Recycling-Material

Lediglich drei Meter misst der strahlend hell lackierte, an ein Comic-Auto erinnernde Nissan Nuvu Zwerg in der Länge - nur wenig mehr als ein aktueller Smart Fortwo. Auf der völlig neu entwickelten Plattform mit 1,98 Meter Radstand ragt die Karosserie 1,70 Meter in die Höhe und 1,55 Meter in der Breite, so dass im Innenraum drei Personen Platz finden. Als "rollende Oase" bezeichnet der Hersteller seinen Mini, weil fürs Interieur überwiegend organische und recycelte Materialien verwendet wurden.

Die Bedieneinrichtungen sind so einfach wie nur irgend möglich ausgelegt, Lenkung, Bremsen, Kraftübertragung und Gaspedal arbeiten rein elektrisch ohne mechanische Verbindungsteile ("by-wire"). Statt eines konventionellen Steuerrads nutzt der Fahrer einen Steuerknüppel für die sehr direkt ausgelegte Lenkung. "Der Nissan Nuvu ist ein vollwertiges Auto", versichert François Bancon, Strategie und Planungschef von Nissan, "wer ihn jeden Tag benutzt, wird keine Nachteile in Kauf nehmen müssen."

Variables Raumkonzept

Das Raumkonzept berücksichtige vor allem die Bedürfnisse des Fahrers: Er soll das Platzangebot eines Mittelklasseautos genießen. Der Beifahrersitz wurde etwas nach hinten versetzt, so dass der Copilot die Beine ausstrecken kann wie in der Business Class. Sollte wirklich einmal ein dritter Gast an Bord sein, steht für ihn ein kleiner Notsessel direkt vor der großzügigen Beifahrer-Sitzgelegenheit bereit. Falls er nicht genutzt wird (den Co wird‘s freuen), verschwindet er komplett im Instrumententräger. Der mittlere Teil des dritten Sitzes besteht übrigens aus einem strapazierfähigen, hängemattenartigen Gewebe, das Gewicht sparen soll.

Großes Glasdach mit Soloarzellen

Windschutzscheibe und Glasdach gehen nahezu fugenlos ineinander über. Die lichtdurchflutete Kabine sorgte wegen ihrer ungewohnten, kuppelartigen Form schon bei den ersten Auftritten für viele Ahs und Ohs. Bei Nissan ist man fest davon überzeugt, dass Autos mit einem so hohen Aufmerksamkeitswert entsprechend große Marktchancen haben. Neben der stilistischen Funktion hat die Dachform auch eine praktische Aufgabe, denn darin sind Solarzellen integriert. Sie sollen für zusätzliche Energiezufuhr sorgen, indem sie Sonnenlicht in Elektrizität umwandeln und damit die Batterien füttern.

120 km/h Spitze und 120 Kilometer Reichweite

Unter der Fronthaube steckt ein Elektromotor, über dessen Leistung sich Nissan noch ausschweigt. Lithium-Ionen-Batterien mit Flachzellen dienen als Energiespeicher und liefern den notwendigen Strom; sie lassen sich in drei bis vier Stunden an der Steckdose aufladen. Als Batterieleistung gibt der Hersteller 140 Wattstunden pro Kilogramm an. Die Reichweite des Nuvu liegt bei 120 Kilometer, die Höchstgeschwindigkeit soll sehr respektable 120 km/h betragen. Nach Überzeugung der Nissan-Planer müssen künftige Cityfahrzeuge grundsätzlich mit Elektromotoren ausgerüstet sein, weil immer mehr Mega-Cities nur noch emissionsfreien Fahrzeugen Einfahrt gewähren. "Binnen fünf bis sieben Jahren", so Vorstand Bancon, "werden 55 Prozent aller Erdbewohner in urbanen Ballungsräumen leben. Es ist unsere Aufgabe, den Personentransport besser auf die Bedürfnisse der einzelnen Menschen und der Umwelt zuzuschneiden."

Im Jahr 2011 soll ein kompaktes Auto nach Muster des Nuvu nach Europa kommen. Ein größeres E-Mobil oberhalb dieses Zwergs (aber mit einigen seiner Technikkomponenten), das in Japan und Nordamerika schon Ende 2010 zum Einsatz gebracht werden soll, will Nissan auf der Tokio Motorshow im Herbst 2009 zeigen. Außerdem sollen schon sehr bald Elektrofahrzeuge von Nissan und Renault in ausgewählten Ländern wie Israel und Dänemark zum Einsatz kommen.

2015 sollen Brennstoffzellenautos in Serie gebaut werden

Der Auto-Konzern und der Stromversorger Électricité de France haben zwischenzeitlich einen Vertrag abgeschlossen, der es ab 2011 möglich macht, an entsprechenden Stromtankstellen des Landes elektrische Energie an Bord zu nehmen. 2012 ist der Beginn der Massenfertigung von E-Mobilen geplant, bei denen Nissan die Marktführerschaft anstrebt. Und im Jahr 2015 soll die nächste Stufe gezündet werden - dann gehen, so der kühne Plan, die ersten Brennstoffzellenautos in Serie.

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