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Energie-Kommissar Oettinger zum Netzausbau

"Ich habe kein Problem mit dem Ausstieg"

Günter Oettinger Foto: Hans-Dieter Seufert 4 Bilder

EU-Energiekommissar Günther Oettinger sieht einen raschen, grenzüberschreitenden Ausbau der Gas- und Stromnetze in Europa als Voraussetzung für einen schnelleren Ausstieg aus der Atomkraft.

14.04.2011

Auf dem auto motor und sport-Kongress in Stuttgart sagte Oettinger: "Die Kernkraft abzuschalten, das ist nicht mein Problem. Aber die eigentliche Herausforderung ist der Bau von Leitungen und Speicherkraftwerken." Die Versorgungssicherheit in Europa müsse gesichert werden. Dazu gehöre ein grenzüberschreitender Energieaustausch in Europa. Laut Oettinger ist die Versorgungssicherheit in Zukunft nicht mehr gewährleistet. "Die Versorgungssicherheit in Deutschland ist nicht gewahrt."

Europa ist erpressbar

Europa sei schon heute zu 55 Prozent von Energieimporten aus Ländern mit anderen Kulturen und Rechtssystemen abhängig. "Damit sind wir erpressbar", so Oettinger. Umso unverständlicher sei die Abschottung der Energiemärkte und Netze in Europa. "Es kann nicht sein, dass Spanien und Frankreich keinen Strom austauschen können. Wir haben Brücken über den Rhein zwischen Baden-Württemberg und Frankreich, können aber keinen Strom austauschen." Zudem setze die Politik auch in  Deutschland falsche Anreize. Es mache keinen Sinn, bei nur 2.000 Windstunden im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb dort Windräder aufzubauen. "Windparks gehören in den Norden und auf hohe See, dort brauchen wir auch Speicher, beispielsweise Pumpspeicherkraftwerke in Norwegen."

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