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Entwarnung bei den Benzinpreisen

Trotz des Irak-Kriegs sind die Benzinpreise im April deutlich gesunken.

02.05.2003

Trotz des Irak-Kriegs sind die Benzinpreise im April deutlich gesunken. Nach Angaben des Mineralölwirtschaftsverbandes vom Freitag (2.5.) lag der Preis für einen Liter Super (95 Oktan) im vergangenen Monat mit durchschnittlich 110,2 Cent sogar auf Jahrestiefststand. Als Gründe für die sinkenden Preise in Deutschland nannte der Hamburger Verband rückläufige Rohölnotierungen und eine schlechtere Ertragslage an den Tankstellen.

In London stieg der Ölpreis wegen Spannungen in Nigeria sowie Spekulationen über eine Kürzung der OPEC-Förderquoten am dritten Tag hintereinander leicht und überschritt dabei wieder die Marke von 24 US-Dollar. Am Freitag um 10.45 Uhr kostete ein Juni-Terminkontrakt über ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 24,26 Dollar und damit 1,85 Prozent mehr als am Tag zuvor.

Am Donnerstag hatte der Preis für Öl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) leicht zugelegt. Ein Barrel kostete 23,85 Dollar gegenüber 23,72 am Vortag, berichtete das OPEC-Sekretariat in Wien. Das Kartell strebt einen Richtpreis zwischen 22 und 28 Dollar an.

Öl-Händler führten die Kursgewinne auf Äußerungen aus OPEC-Kreisen zurück, dass die Organisation besorgt über den jüngsten Kursrückgang beim Öl sei und über Förderkürzungen nachgedacht würde.

Außerdem gebe es erneut Streiks unter den Ölarbeitern in Nigeria. Das afrikanische Land war im April einer DekaBank-Studie zufolge mit einer täglichen Förderung von 1,85 Millionen Barrel je Tag der sechstgrößte Ölproduzent der elf OPEC-Länder. Im Februar hatte die Ölproduktion in Nigeria noch bei 2,225 Millionen Barrel gelegen.

Der Ölpreis war Anfang der Woche auf den niedrigsten Stand seit November 2002 gefallen und notierte in London zwischenzeitlich bei weniger als 23 Dollar. Damit ag der Preis zirka ein Drittel niedriger als in den Wochen vor dem Krieg, als der Preis bis auf rund 34 Dollar gestiegen war.

Die OPEC-Erdölminister treffen sich am 11. Juni in Doha/Katar, um über Preise und Fördermengen zu beraten.

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