Erdbeben in Japan: Die Folgen für die Autobauer

Erdbeben Japan

Japans Industrie ist nach dem verheerenden Erdbeben und dem Tsunami erst einmal lahmgelegt. Viele Unternehmen, darunter auch zahlreiche Autobauer, mussten die Produktion einstellen. Fabriken in den erschütterten Regionen wurden zerstört und der Strom fiel aus.

Der weltweit größte Autobauer Toyota lässt die Produktion mindestens bis Mittwoch in all seinen japanischen Werken ruhen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo bedeutet die Betriebspause einen Verlust von 40.000 produzierten Autos. Auch die Toyota-Töchter Daihatsu Motor und Hino Motors wollten dem Beispiel folgen. Die Firma Isuzu Motors wollte ihre Produktion bis Freitag einstellen.
 
Weil zu wenig Autoteile geliefert wurden, musste auch Honda Motor seine Produktion in der betroffenen Region einstellen. Honda hat zudem den Betrieb in sämtlichen Werken in Sayama, Ogawa, Tochigi, Hamamatsu und Suzuka gestoppt. In Deutschland sorgen sich die Honda-Mitarbeiter um ihre Kollegen in Japan. In der Präfektur Tochigi sei ein Mitarbeiter getötet worden, 34 seien verletzt, teilte das Unternehmen in Offenbach mit. Honda Deutschland stellt nun 300 Millionen Yen (rund 2,6 Millionen Euro) Spenden und 1.000 Stromgeneratoren bereit.

Mazda und Nissan setzen Produktion aus

Der Autobauer Mazda blieb von den Auswirkungen der Naturkatasrophe selbst verschont. Die Unternehmenszentrale und die Produktionsstandorte von Mazda in Hiroshima liegen rund 1.000 Kilometer in südwestlicher Richtung von den betroffenen Gebieten entfernt. Um die Sicherheit seiner Mitarbeiter, deren Familien und der Zulieferer in der betroffenen Region zu gewährleisten und landesweite Rettungsmaßnahmen zu unterstützen, hat das Unternehmen dennoch beschlossen, in seinen Werken in Hiroshima und Hofu im Südwesten Japans bis Mittwoch die Produktion ruhen zu lassen.

In einer ersten Reaktion unterstützt Mazda Rettungsarbeiten und Hilfsmaßnahmen in der Region mit einer Soforthilfe in Höhe von 30 Millionen Yen. Eine Spende in gleicher Höhe wurde auch von Nissan zur Verfügung gestellt. Zudem werden beim Autobauer in verschiedenen Werken die Bänder bis zum Freitag still stehen.

Ebenfalls nicht direkt von der Katastrophe betroffen ist Mitsubishi, dessen Werke im Südwesten der japanischen Hauptinsel liegen. Dennoch wird die Produktion bis Dienstag ruhen, um die Situation der Zulieferfirmen zu überprüfen und um die Lieferkette sicherzustellen. Ohne Schäden scheinen auch die Produktionsanlagen von Suzuki davon gekommen zu sein. Hier ist derzeit allerdings kein Produktionsstopp geplant. Subaru setzt in seinen Werken dagegen die Produktion bis zum Mittwoch aus.

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dpa/uba

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