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McLaren 720S auf Genfer Autosalon

Erstes Bild vom neuen Supersportwagen geleaked

 McLaren - 720 S Teaser Foto: McLaren 21 Bilder
Update

McLaren läutet auf dem Genfer Autosalon 2017 seine Modelloffensive ein. In den nächsten fünf Jahren sollen 15 neue Sportwagen oder Derivate geboren werden. Erster im Bunde: der Nachfolger des 650S. Erste Bilder, erste Infos.

22.02.2017 Holger Wittich, Andreas Haupt 2 Kommentare

McLaren überführt auf dem Genfer Autosalon 2017 seine Super-Serie in die zweite Generation. Aktuell fallen darunter der McLaren 625C, McLaren 650S sowie 675LT als Coupé und Spider. Alle treibt der bekannte 3,8-Liter-Biturbo an. Der Output entspricht der Zahl in der Modellbezeichnung. Sprich: der 650S leistet zum Beispiel 650 PS.

Am 7. März wird McLaren auf der ersten großen europäischen Automesse des Jahres einen neuen Sportwagen für die Super-Series vorstellen. Das intern P14 genannte Modell soll die Modellbezeichnung 720S tragen. Der Supersportwagen trägt abermals einen doppelt aufgeladenen V8 unter der Motorhaube, allerdings wurde der Hubraum auf volle vier Liter erhöht. Dieser dürfte dann 720 PS entwickeln und den Abstand zu den Sport-Series-Modellen, wie 570S, 570GT oder 540C, erhöhen. Und der P14 wird den 675LT überflügeln, was eine Neuordnung der Super-Series bedeuten müsste. Wie der Neue wirklich heißen wird, ist offiziell bislang nicht bekannt. Ein erstes Foto hat es allerdings bereits ins Netz geschafft. Klar ist aber schon: der neue V8 Twin-Turbo, Typ M840T, beschleunigt den McLaren in 7,8 Sekunden von 0 auf 200 km/h, die Viertelmeile soll in 10,3 Sekunden machbar sein. Für den Sprint auf 200 km/h sollen nur 7,8 Sekunden vergehen. Der neu gezeichnete Auspuff soll die fahrdynamischen Darbietungen akustisch adäquat untermalen. Der Verbrauch soll dennoch gesunken sein.

 McLaren - 720 S TeaserFoto: McLaren
Der neue Vierliter-Biturbo-V8 empfängt den Betrachter mit einer speziellen Lichtinszenierung.

McLaren 720S erhält radikale Aerodynamik

Einige Details hat der britische Sportwagenhersteller aber schon verraten. Wie seine Brüder baut der neue Supersportwagen auf dem Monocage auf – allerdings modifiziert McLaren das Carbon-Chassis weitreichend und nennt es „Monocage II“. Es soll leichter und verwindungssteifer sein als das alte. Der neue Sportwagen soll nur 1.283 Kilogramm (trocken) wiegen. Laut McLaren sind das 18 Kilogramm weniger als bei einem vergleichbar ausgestatteten 650S.

Der Monocage II soll es McLaren ermöglichen, den Einstiegsbereich etwas zu vergrößern, die Schweller tiefer zu positionieren und die Rundumsicht im Cockpit zu verbessern. Auf Erlkönig-Fotos präsentierte sich der McLaren P14 vor Monaten heftig getarnt. Unter der Tarnung verbirgt sich ein Supersportler, der durchaus radikaler aussehen soll als der P1. Neue LED-Scheinwerfer sowie ein völlig überarbeiteter Innenraum erhält der Sportwagen mit Schmetterlingstüren. Der aktive Heckspoiler soll auch als Luftbremse nutzbar sein. Der aerodynamische Abtrieb insgesamt soll gegenüber dem 650S um 50 % gestiegen sein. Neu am neuen McLaren soll das Türdesign sein, das radikaler ausfällt als bisher. Vorne durch die Türe wird heiße Luft aus dem Radkasten abtransportiert, hinten kühle Luft durch die Kühler geschleust. Ein Upgrade erhält auch das proaktive Fahrwerk, das die Straßenlage noch weiter verbessern soll und dann einen Driftmodus beinhaltet. Die Bremsanlage setzt serienmäßig auf Carbon-Keramik-Stopper.

 McLaren - 720 S Teaser
Als Prototyp auf Testfahrt 2:08 Min.

Dem Debüt auf dem Genfer Autosalon folgt im Laufe des Jahres die systematische Einführung des Sportwagens, der als 2018er Modell kommt. Der Preis: Über 200.000 Euro. Der 720S soll nur der Anfang sein. In den nächsten fünf Jahren plant McLaren, rund eine Milliarde Euro in die eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung zu stecken (Modellstrategie Track22). Weitere 14 neue Sportwagen oder Derivate sollen dem P14 bis 2022 folgen. Die Hälfte der neuen Modelle trägt einen Hybridantrieb.

Neuester Kommentar

"Sprich: der 650S leistet zum Beispiel 650S." Oder doch PS? ;-)

Micha.M 16. Februar 2017, 10:41 Uhr
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