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Erlkönig Staatslimousine für Putin

Porsche leistet Entwicklungshilfe

Präsidentenlimousine Russland Foto: RG.ru 14 Bilder

Der russische Staatspräsident Wladimir Putin sehnt sich nach einer neuen, repräsentativen Staatslimousine. Auch die Porsche-Tochter Porsche Engineering ist an der Entwicklung der Präsidenten-Limousine beteiligt. Zudem sollen die Schwaben einen V12-Motor entwickeln. Jetzt wurde ein erster Erlkönig erwischt.

27.03.2017 Uli Baumann 1 Kommentar

Der russische Minister für Handel und Industrie, Denis Manturow, kündigte die Entwicklung der neuen Staatslimousine im Mai 2014 offiziell an. Unter dem Projektnamen "Kortesch" soll gleich ein ganze Modellfamilie entstehen. Neben der Staatslimousine seien auch ein Kompaktmodell, ein SUV, ein Van und eine weitere Limousine geplant. Betraut mit dem Entwicklungsauftrag wurde ein Konsortium aus den russischen Autobauern Kamaz, GAZ und ZIL.

Die kleine Limousine wurde jetzt bei Testfahrten im hohen Norden erwischt. Der Prototyp wirkt wie eine Mischung aus verschiedenen Rolls-Royce und Bentley-Modellen. Die normale Limousine soll hohen Staatsdienern als Fahrzeug dienen, die Präsidentenlimo wird als Langversion kommen.

Die Produktion der neuen Modelle hätte schon ab 2016 im russischen Automobilwerk in Uljanowsk anlaufen sollen, dann wurde der Starttermin auf 2018 verschoben. Die entscheidene Entwicklungshilfe soll dabei von der Porsche Tochter Porsche-Engineering kommen. Nach russischen Medienberichten sollen die Schwaben auch mit der Entwicklung eines V12-Motors mit Turboaufladung für Putins neue Staatslimousine betraut werden. Die Zielvorgaben liegen dabei bei 6,0 bis 6,6 Liter Hubraum und einer Leistung von rund 800 PS. Als Wettbewerber für die Motorenentwicklung stünden aber auch noch AVL aus Österreich, Ricardo aus Großbritannien und FEV aus Deutschland zur Wahl.

Erste Designmodelle der russischen Staatslimousine erinnern stark an amerikanische Limousinen. Ausgerüstet werden sollen mit den neuen Modellen in gepanzerter Form hohe Staatsbeamte, Standardversionen sind für weitere Beamte vorgesehen. Ingesamt will der russische Staat rund 250 Millionen Euro in die neue Fahrzeugfamilie investieren.

Die neue Kortesch-Modellfamilie soll die betagten ZIL-Staatslimousinen ablösen, die noch aus den 70er Jahren stammen und von Putin nur noch selten bewegt wird. In der Regel lässt sich Putin in einem Mercedes S600 Guard chauffieren.

Neuester Kommentar

Russische Limosinen sahe schon immer aus wie Amis und waren auch so gestrickt... Gerade Zil und Wolga waren da sehr ähnlich und in der Trinkgewohnheit, meistens, typisch russisch, "überlegen"! Das Porsche Entwicklungshilfe leistet, ist auch nix Neues... Den Lada Samara gäbe es ohne Porsche auch nicht...

Habnix 27. März 2017, 20:40 Uhr
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