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Erste Warnstreiks der IG Metall

Mit Warnstreiks in mehreren Bundesländern hat sich der Tarifkonflikt in der deutschen Metall- und Elektroindustrie zugespitzt. Nach ersten Schätzungen der Gewerkschaft IG Metall folgten am frühen Donnerstagmorgen (29.1.) tausende Beschäftigte dem Streikaufruf und legten für jeweils eine Stunde die Arbeit nieder.

29.01.2004

Dadurch sei die Produktion bei Unternehmen wie dem Autobauer Daimler-Chrysler und dem Licht-Spezialisten Osram kurzfristig ins Stocken geraten. In den kommenden Tagen müssten die Arbeitgeber mit weiteren gezielten Aktionen rechnen.

Die Warnstreiks hatten unmittelbar nach Ablauf der Friedenspflicht um Mitternacht in Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Hessen, Niedersachsen und Berlin begonnen. Die IG Metall fordert für die knapp 3,5 Millionen Beschäftigten der Branche vier Prozent mehr Lohn und Gehalt für zwölf Monate. Die Arbeitgeber haben bislang stufenweise Erhöhungen von je 1,2 Prozent für 27 Monate angeboten. Dies ist an eine Arbeitszeitverlängerung auf bis zu 40 Stunden ohne Lohnausgleich geknüpft.

Die Streikaktionen der ersten Nacht zielten besonders auf den Stuttgarter Autohersteller Daimler-Chrysler. In den Werken Sindelfingen und Mannheim verließen insgesamt rund 1.800 Beschäftigte für eine Stunde ihre Plätze in der Fahrzeug- und Motorenproduktion. Die Metaller zogen mit hunderten Fackeln und Transparenten über das Konzerngelände. Bestreikt wurden auch der einzige deutsche Weißblech- Hersteller Rasselstein Hoesch (Andernach), der Reifenhersteller Continental Teves (Rheinböllen), Bosch Elektronik (Salzgitter), BV Autobatterie (Hannover), der Chiphersteller Infineon und der Elektronik-Spezialist Epcos (beide München).

Der Stuttgarter IG Metall-Chef Stamm schließt Urabstimmung über Streiks im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie nicht aus. Zunächst sollten jedoch die Warnstreiks fortgesetzt werden, um den Druck auf die Arbeitgeber weiter zu erhöhen.

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