Erwischt: Lotus Eagle

Ab 2009 bietet der britische Sportwagenbauer Lotus wieder ein Modell an, das mehr als nur zwei Personen befördern kann. Der Eagle tritt als 2+2-Sitzer oberhalb der Modelle Elise/Exige, aber unterhalb des neuen Esprit an und soll die Nachfolge von Modellen wie dem Excel oder dem Eclat antreten.

Der zweitürige Eagle soll dabei die Rolle des bequemeren Reisewagens im Lotus-Angebot abgeben, der anders als der Europa, bis zu vier Passagiere fassen kann. Allerdings finden im Fond nur Kinder Platz.

Denn auch Lotus hat erkannt, dass die Kunden älter werden, Famile haben und dann nicht mehr von den Briten bedient werden können.

V6 mit bis zu 300 PS

Die Technische Plattform dürfte auch hier aus dem Konzernprogramm kommen. Ein Aluchassis bildet die Basis, darüber wird wieder eine Kunststoffkarosse gestülpt. Der Motor stammt wie bei Exige vom japanischen Autobauer Toyota. Anders als im kleinen Modell darf es für den Tourer aber ein V6 sein - der Hubraum wird zwischen 2,5 und drei Liter liegen. Nach einer Anpassung des quer eingebauten Aggregats durch Lotus dürfen dann zwischen 250 und 300 PS erwartet werden. Geschaltet wird per Schaltpaddel am Lenkrad.

Optisch folgt der Eagle der klassichen Lotus-Linie - wirkt wie ein in Länge und Breite getreckter Elise, wobei das Längenwachstum hauptsächlich auf den Bereich vor der Hinterachse entfällt. Andere Design-Elemente scheinen direkt dem Prototypen M250 zu entstammen, den Lotus 1999 auf der IAA enthüllt, dann aber wegen Problemen mit der Anpassung an die US-Sicherheitsstandards - dem anvisierten Hauptmarkt - wieder verworfen hat. Zudem soll der Eagle Kofferräume für den Transport von den zwei obligatorischen Golfbags bieten.

Preise ab 60.000 Euro

Premiere soll der Eagle, der in mehreren Varianten - auch einem Cabrio - angeboten werden soll, auf der London Motor Show im Juli feiern. Die Preise dürften bei etwa 60.000 Euro starten, wenn der Eagle Anfang 2009 zu den Händlern rollt.

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Uli Baumann

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