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Essen Motor Show 2009

Die Party in Essen ist vorbei

Essen Motor Show 2009 Foto: Michael Schröder 9 Bilder

Weniger Zuschauer, weniger Aussteller und weniger Show – im Jahr der Abwrackprämie mussten auch die Veranstalter der Essen Motor Show Federn lassen. Dennoch ist und bleibt sie das Mekka der Tuning-Motorsport-Szene.

19.01.2010 Michael Schröder Powered by

Wo sind sie geblieben, die Shows der attraktiven Tuning-Girls? Natürlich ist man wegen der Autos zur Essen Motor Show gepilgert, ist extra an einem Wochentag angereist, um dem dichten Gedränge des Eröffnungswochenendes zu entgehen. Und nun das: Sparmaßnahmen allenthalben. Weniger Aufträge, weniger Kohle, weniger Show. So einfach und vor allem - so schnell geht das.

"Unsere Modells präsentieren ihre sexy Car-Wash-Aktion in diesem Jahr nur noch an den Wochenenden", erklärt ein Sonax- Mitarbeiter, "alles andere würde sich nicht mehr lohnen." Ein Großteil der Aussteller scheint das ebenso zu sehen und konzentriert sich nun offensichtlich wieder auf das Wesentliche - auf ihre Produkte. Dagegen lässt sich natürlich nichts einwenden. Aber es fällt schwer, einzusehen, dass die Party teilweise vorbei zu sein scheint.

Deutlicher Besucherschwund

Nur am Eröffnungswochenende war zumindest für einen Moment alles so wie immer. Laut Messechef Frank Thorwirth strömten an den ersten beiden Tagen rund 105.000 Besucher durch die Hallen, deren Fläche auf Grund vieler Absagen jedoch um 20 Prozent verkleinert werden musste: Außer Skoda , Abarth und Alfa ließ sich dieses Mal kein weiterer Automobilhersteller in Essen blicken. Am letzten Messetag war schließlich klar, dass mit insgesamt 310.000 Auto- und Tuningfans das hohe Besucherniveau vom vergangenen Jahr nicht gehalten werden konnte: 2008 verzeichneten die Veranstalter noch rund 350.000 Gäste. Doch wer schließlich kam, war nach wie vor hochgradig vom Motorsport infiziert.

Halle 7 platzte am Samstag und Sonntag förmlich aus allen Nähten, als dort auf einem engen Indoor-Kurs diverse Sport- und Rennwagen ausschließlich quer stehend ihre Kreise drehten und später auch noch eine Drift-Challenge ausgefochten wurde. Quietschende Reifen, ohrenbetäubender Motorenlärm und der scharfe Geruch nach verbranntem Gummi - diese Mixtur kommt immer an. Auf dem Weg dorthin hatten viele längst ein paar weitere Höhepunkte der diesjährigen Motor Show passiert. Die "Mythos-Ferrari"-Sonderschau in Halle 11 beispielsweise, wo unter anderem ein faszinierender Prototyp zu sehen war - der 365 Pininfarina Berlinetta Special von 1976.

Keine Rückgänge im Klassik-Bereich

In Halle warteten die zehn schärfsten Hot Rods aus Deutschland, und zwischen all den Herstellern, Tunern und Ausrüstern fand sich auch noch eine Ecke für die Premiere der "Speed Bike Show" mit ihren legendären Rennmotorrädern, Choppern und irrwitzigen Umbauten.

Die Halle 1 gehörte traditionell wieder der Klassik-Szene. Die sei laut Anton Leon Franzen, dem Geschäftsführer der S.I.H.A. Ausstellungen Promotion GmbH, von der Wirtschaftskrise relativ verschont geblieben. Die Messe-Verkäufe bestätigten seine Aussage: Ein Mercedes 300 SL Roadster von 1961 wechselte zum Beispiel vor Ort für den stolzen Preis von 460.000 Euro seinen Besitzer. Youngtimer fristeten auf der Essen Motor Show hingegen weiterhin ein Schattendasein - gut 25 Autos, die etwas verloren zwischen den vielen automobilen Hochpreisikonen wirkten. Es wäre jedoch schade, wenn man hier ganz auf sie verzichten müsste. Wie auf die Tuning-Girls.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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