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Essen Motor Show

Tuning-Messe mit weniger Ausstellern

Foto: SB-Medien 111 Bilder

Die Wirtschaftskrise schlägt auch auf die Auto-Tuner durch. Wie schon die IAA in Frankfurt wird in diesem Jahr auch die Tuning-Messe Essen Motor Show eine Nummer kleiner ausfallen.

03.11.2009

Wenn am 28. November die Hallen für das Publikum öffnen, kann es sich auf einer Ausstellungsfläche von 80.000 Quadratmetern über die Trends rund ums Auto-Tuning informieren. Etwa 400 Aussteller sind nach Messe-Angaben in diesem Jahr vertreten. 

Der Auftritt bei der Essen Motorshow ist den Herstellern zu teuer

Im Vorjahr waren es immerhin noch 550 Firmen, die auf insgesamt 105.000 Quadratmetern ausstellten. Von Sparprogramm wollen die Organisatoren dennoch nicht sprechen: „Wir haben das Angebot auf einer Fläche von knapp 80.000 Quadratmetern komprimiert und neu strukturiert“, erklärt Frank Thorwirth, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Essen. Für Branchenkenner wie Bernhard Ebel vom Beratungsunternehmen Simon-Kucher & Partner in Bonn sind die Hintergründe jedoch eindeutig: Die Hersteller blieben den Messen fern, weil ihnen die Auftritte in Krisenzeiten zu teuer geworden sind. Sie investieren das Geld lieber anderweitig. „Den Trend sehen wir überall“, sagt Ebel.

Auch der Verband Deutscher Automobil-Tuner (VDAT) räumt Probleme der Branche ein. Bei einer Mitgliederbefragung meldeten 58,3 Prozent der Unternehmen einen Umsatzrückgang im Vergleich zum ersten Halbjahr 2008. „Das Ergebnis der Mitgliederumfrage zeigt, dass die Krise auch an der Tuning- und Zubehörindustrie nicht spurlos vorübergegangen ist“, sagt VDAT-Geschäftsführer Harald Schmidtke. Auf der anderen Seite hätten 42 Prozent der Befragten einen Umsatz auf Vorjahresniveau – oder sogar einen höheren. Laut VDAT trotzt die Branche der Krise insgesamt besser als die Autoindustrie allgemein. Nick Margetts vom Marktbeobachter Jato Dynamics in Limburg sieht die Lage ebenfalls nicht ganz so düster. Seiner Ansicht nach wird es in Essen sogar recht viel zu sehen geben.

Öko-Tuning nimmt zu

Margetts erwartet vor allem Neuigkeiten beim „Umwelt-Tuning“ und bei den Kleinwagen. Wegen der Krise und der Abwrackprämie verschiebe sich der ganze Markt dorthin. Auch der Branchenexperte Prof. Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen hält den Tuning-Markt für „krisenresistenter“ als den Gesamtmarkt. Jedoch müsse sich die Tuning-Branche in Zeiten des Klimawandels neu erfinden – aufgemotzte Motoren und dicke Auspuffrohre fänden weniger Liebhaber.

Gleichzeitig ist den Tunern durch die Abwrackprämie laut Nick Margetts ein weiteres Problem entstanden: Denn wegen des Abwrack-Hypes seien auch viele Bastlerautos in der Schrottpresse gelandet, die den Tunern nun fehlen. „Der neue Markt stellt also noch weitere Herausforderungen an die Anbieter von Tuning- und Zubehörteilen“, sagt Margetts. Wohl auch wegen der wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Aussteller planen die Organisatoren für die Essen Motor Show (Terminübersicht Essen Motor Show) eine kleine Neuausrichtung. Die Show werde sich „intensiver auf ihre traditionellen Stärken seit der Gründung 1968 als internationale Sport- und Rennwagenausstellung konzentrieren und die Themen Motorsport und Tuning noch deutlicher in den Blickpunkt rücken“, erläutert die Messe das diesjährige Ausstellungskonzept.

Speed Bikes, Hot Rods und Dragster als Publikumslieblinge

Neben getunten Serienautos wird es daher eine größere Motorsport-Arena mit mehr Showprogramm geben. Hier können Besucher etwa bei der „Drift Challenge“ als Beifahrer über den Indoor-Rennkurs brettern. Sonderschauen widmen sich futuristischen Designstudien, historischen Autos oder dem „Mythos Ferrari“. Dazu sind skurrile Speed Bikes, Hot Rods und Dragster zu sehen – darunter der „Hemi Hauler“, mit seinen 1.350 PS der stärkste Rolls-Royce der Welt. Ein spektakulärer Hingucker ist auch der „Gullwing Dragster“. Hinter der Bezeichnung verbirgt sich ein Viertel-Meile-Dragster mit 1.050 PS starkem 6,9-Liter-Motor, dessen Karosserie dem Mercedes 300 SL Flügeltürer nachempfunden ist. Auch die „Gunbus“, das größte fahrbare Motorrad der Welt, dürfte das Publikum in ihren Bann ziehen.

Und dann gibt es schließlich im Keller der Messe wieder den „Essen Showground“ als „automobile Partyzone“. Die hier steigenden Lowrider-Shows, Wettbewerbe und Partys sind nicht zuletzt wegen der leichtbekleideten Hostessen Anziehungspunkte fürs Publikum – das zumindest dürfte sich auch in Krisenzeiten nicht groß ändern.

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