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EU-Länder

Gemeinsamer Kurs in der Opel-Krise

Foto: GIW 144 Bilder

Im Kampf gegen die Krise beim US-Autobauer General Motors (GM) und dessen europäischen Töchtern wie Opel wollen die betroffenen EU-Länder geeint auftreten.

16.03.2009

Auf nationaler Ebene werde es keine Rettungsmaßnahmen ohne vorherige europäische Koordinierung geben, vereinbarten Spitzenvertreter von zwölf Mitgliedstaaten am
Freitag (13.3.) in Brüssel bei einem Treffen in der EU-Kommission.

Wettbewerb nicht verzerren

Wie die EU-Behörde mitteilte, informierten der Vize-Chef von GM, Fritz Henderson, und Europa-Chef Carl-Peter Forster über die Lage des Autobauers. Es handelte sich um ein erstes europäisches Treffen dieser Art in der Opel- und General-Motors-Krise.

Der deutsche Industriekommissar Günter Verheugen und seine für Wettbewerb verantwortliche Kommissarskollegin Neelie Kroes pochten darauf, dass bei möglichen Hilfen für GM-Töchter in Europa die Wettbewerbsregeln eingehalten werden müssen. Das bedeutet, dass die freie Konkurrenz mit Stützen für einzelne Unternehmen nicht beeinträchtigt werden darf.

Gespräche mit GM laufen

Der deutsche Wirtschafts-Staatssekretär Jochen Homann sagte vor dem Treffen, GM habe eine Abtrennung der europäischen Aktivitäten vorgeschlagen. Es gebe noch viele Fragen zu klären. Dabei gehe es auch um Patente, Verflechtungen und das Abschottungsthema. Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg sei bereit, bei seiner Reise in die USA an diesem Sonntag eine gemeinsame europäische Position zu vertreten. "Zum Beispiel, dass es die Auffassung gibt, dass da noch das eine oder andere nachzubessern ist, bevor man zu
Entscheidungen kommen kann."

Der US-Branchenführer GM kann derzeit nur mit staatlichen Notkrediten überleben und ist ohne neues Geld in wenigen Wochen pleite. Zur Sanierung plant GM weltweit den Abbau von 47.000 Jobs. Deshalb ist auch die Zukunft der schwedischen Tochter Saab, Vauxhall in Großbritannien, aber auch Opel in Deutschland ungewiss. GM bemüht sich derzeit um 3,3 Milliarden Euro staatliche Hilfen in Europa.

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