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EU-Neuzulassungen September 2012

Sinkflug im 12. Monat in Folge

EU-Flagge Foto: dpa

In der Europäischen Union sind die Pkw-Neuzulassungen im September den zwölften Monat in Folge geschrumpft. Die Verkäufe seien im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat um 10,8 Prozent auf 1.099.264 Fahrzeuge gesunken, teilte der europäische Branchenverband Acea am Dienstag (16.10.) mit.

16.10.2012 dpa, Uli Baumann

In den neun Monaten von Januar bis September 2012 ging die Zahl der Neuzulassungen um 7,6 Prozent auf 9.368.327 Autos zurück. Die Entwicklung in den wichtigsten Märkten zeigte sich dabei überwiegend negativ: Mit Ausnahme von Großbritannien (plus 8,2 Prozent/359.612 Neuzulassungen) verzeichneten die übrigen großen Märkte wie Frankreich (minus 17,9 Prozent/137.536 Neuzulassungen) oder Italien (minus 25,7 Prozent/109.178 Neuzulassungen) teils herbe Einbrüche. Der spanische Markt brach gar um 36,8 Prozent auf 35.146 Neuzulassungen ein. Auch in Deutschland ging es mit einem Minus von 10,9 Prozent (250.082 Neuzulassungen) nach unten.

Starke Einbrüche auf breiter Front

Der Volkswagen Konzern (VW) verzeichnete insgesamt einen Rückgang von 8 Prozent, wobei die Premiummarke Audi auf ein kleines Plus von 1,4 Prozent kam. Während BMW den Monat mit einem Zuwachs von 4,4 Prozent beendete, musste Daimler einen Rückgang um 6,9 Prozent hinnehmen.
 
Die Opel-Mutter General Motors verzeichnete einen abermaligen Absatzeinbruch um 16,2 Prozent. Dabei schrumpfte der Verkauf der Marke Opel und Vauxhall um 15,6 Prozent. Beim französische Hersteller Renault lag das Minus bei 29,5 Prozent. Sein französischer Konkurrent PSA Peugeot Citroen (-8,1 Prozent)  kam vergleichsweise glimpflich davon. Der italienische Hersteller Fiat konnte sich der schwierigen Lage im Kleinwagengeschäft ebenfalls nicht entziehen und musste einen Rückgang von 18,5 Prozent hinnehmen. Mit einem Minus von 14,9 Prozent führt die ACEA Ford. Knapp über Vorjahr liegt Toyota mit plus 0,8 Prozent. Honda erzielte gar 5,5 Prozent Plus. Abwärts ging es hingegen für die anderen Japaner. Nissan verbuchte ein Minus von 14,1 Prozent, Suzuki minus 13,7 Prozent, Mazda minus 24,8 Prozent und Mitsubishi minus 36,3 Prozent. Die Koreaner von Kia und Hyundai konnten dagegen zulegen, um 3,4 respektive 3,9 Prozent.
 
Erfreulicher als in Europa präsentierten sich nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA) die Märkte in den USA und Russland. In den USA setzten die deutschen Hersteller mit 104.000 Neuwagen 17,4 Prozent mehr Autos und Pick-ups ab als im Vorjahresmonat. Der Gesamtmarkt wuchs um 12,7 Prozent auf 1,18 Millionen Fahrzeuge. Auch in Russland sei die Entwicklung weiterhin solide gewesen, hieß es vom VDA. Der Markt legte im September um gut 10 Prozent zu.
 
In China gab es im September nur ein leichtes Wachstum von knapp 2 Prozent. In Japan dagegen schrumpfte der Markt im September um knapp 4 Prozent, lag aber in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres noch um 41 Prozent über dem Vorjahreszeitraum.
 

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