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EU-Reifenlabel

Ab 1. November ein Muss

Reifenkennzeichnung 7 Bilder

Jeder Neureifen muss ab 1. November das EU-Reifenlabel tragen. Was bedeutet es?

01.10.2012 Henning Busse

Es wird bunt beim schwarzen Gummi: Alle ab Juli 2012 produzierten Neureifen für Pkw, Transporter und Lkw müssen ab 1. November ein zertifiziertes EU-Label tragen, das drei Eigenschaften des Reifens aufzeigt: den Rollwiderstand, den Bremsweg bei Nässe sowie das Abrollgeräusch. Letzteres bezeichnet die Einstufung des Vorbeirollgeräuschs bei 80 km/h in drei Gruppen.

Der Fahrer wird im Innenraum kaum hören, ob der Reifen mit drei Lautsprecherbalken nun auch den bis 2016 geltenden EU-Regeln entspricht oder pro Wegfall eines Balkens sogar um drei dB leiser abrollt. Weitaus wichtiger, weil extrem sicherheitsrelevant, ist die von A bis G aufgeführte Einteilung des Nassbremsverhaltens. Diese basiert auf den Verzögerungswerten aus einer Geschwindigkeit von 80 km/h und wird nach EU-Vorgaben bezüglich der Griffigkeit und des Wasserfilms auf der Teststrecke ermittelt. Hierbei kann zwischen einem Prädikats-Reifen und einem Pneu mit der bislang schlechtesten Einstufung eine Differenz beim Bremsweg von bis zu 18 Meter liegen.

TV-Spot Michelin Alpin A4 Reifen 25 Sek.

Für die Überprüfung der Kriterien und der darauf basierenden Einstufung trägt jeder Reifenhersteller selbst Sorge. Das gilt auch für den Rollwiderstand, der als drittes Kriterium das EU-Label ziert. Er wird bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h auf vergleichbaren Rollenprüfständen ermittelt. Sieben Klassen gibt es bisher, sie umfassen die Kennbuchstaben A bis G.

Beim Rollwiderstandsbeiwert werden die Reifen dazu farblich mittels Ampelsystem von Grün über Gelb bis Rot kategorisiert. Dabei steigt der Rollwiderstand pro Klasse um zirka zehn Prozent an. Bezogen auf den Benzinverbrauch gilt folgende Faustformel: Sechs Prozent weniger Rollwiderstand entsprechen rund einem Prozent weniger Spritverbrauch. Die ganzen Stärken und Schwächen des schwarzen Goldes können allerdings ausschließlich aufwendige Reifentests wie von auto motor und sport verdeutlichen. Das EU-Label zeigt lediglich 20 Prozent der Eigenschaften.

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