EU-Zulassungen: 2009 bleibt knapp unter dem Vorjahr

Die Neuzulassungen in Europa sind 2009 nur um 1,6 Prozent eingebrochen.

Trotz Wirtschaftskrise blieb der europäische Automarkt im Jahr 2009 nur knapp unter dem Vorjahr. Mit 14.481.545 neu zugelassenen Pkw beträgt das Minus gegenüber 2008 nur 1,6 Prozent, meldet der europäische Hersllerverband ACEA am Freitag (15.1.).

Gegenüber dem Jahr 2007 liegt das Minus allerdings bei 9,5 Prozent. Zurückzuführen ist das geringe Minus auf einen satten Jahresendspurt bei den Neuzulassungen, gestützt auf zahlreiche nationale Subventionsprogramme. So lag die Zahl der Neuzulassungen im Dezember 2009 mit 1.074.438 satte 16 Prozent über dem Vorjahresvergleichsmonat.

Der Dezember bringt Frankreich ein Plus von fast 50 Prozent

Der deutsche Markt hatte allerdings zum Jahresende mit 215.564 Neuzulassungen ein Minus von 4,6 Prozent zu verkraften. Satt zugelegt hat Frankreich. 228.392 Neuzulasungen bedeuten hier ein Plus von 48,6 Prozent im Dezember. Mit 38,9 Prozent zweistellig aufwärts ging es auch in Großbritannien mit 150.936 erstmals in den Verkehr gebrachten Pkw. Auch die Volumenmärkte Spanien und Italien konnten zulegen. 165.428 Neuzulassungen sorgten südlich der Alpen für ein Plus von 16,7 Prozent. Der schwer gebeutelte Markt in Spanien legte um 25,1 Prozent auf 90.553 Neuzulassungen zu.

Weiter abwärts ging es dagegen auf den Märkten der neuen osteuropäischen EU-Staaaten. Hier weist die ACEA für den Dezember ein Minus von 16,5 Prozent aus.

Deutscher Markt behauptet sich als stärkster Markt

Sieger im kummulierten Jahresverlauf war der deutsche Markt mit 3.807.175 Neuzulassungen und einem Plus von 23,2 Prozent. Postiv abgeschlossen hat das Jahr 2009 auch Frankreich mit 2.268.671 Neuzulassungen und einem Plus von 10,7 Prozent. Deutlich zulegen konnten auch Österreich (plus 8,8 Prozent) und die Tschechische Republik (plus 12,5 Prozent). Im Minus schlossen das Jahr 2009 unter anderen Italien (minus 0,2 Prozent), Spanien (minus 17,9 Prozent) und Großbritannien (minus 6,4 Prozent) ab.

VW bleibt Marktführer in Europa

Marktführer in Europa bleibt 2009 weiter die VW-Gruppe mit einem Marktanteil von 21,1 Prozent. Stärkste Einzelmarke bleibt VW mit einem Anteil von 11,4 Prozent, vor Ford mit einem Anteil von 8,9 Prozent und Renault (7,6 Prozent). Opel kommt auf 7,4 Prozent, Fiat auf 7,0 Prozent. Es folgen Peugeot (6,9 Prozent) und Citroen (6,0 Prozent) sowie Toyota mit 4,9 Prozent Marktanteil. Stärkster deutscher Premiumanbieter ist Audi mit einem Marktanteil von 4,2 Prozent, dicht gefolgt von Mercedes (4,1 Prozent) und BMW (4,0 Prozent).

Neuzulassungen 2009 - Die Bestseller des Jahres
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Uli Baumann

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