EU-Zulassungen: Deutschland weiter Spitze

Die Zahl der Neuzulassungen stieg im Oktober in Westeuropa um fast 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dagegen erlebten die neuen EU-Staaten einen Einbruch um fast 37 Prozent. In Deutschland belief sich das Plus auf 24 Prozent. Audi verzeichnete bei den Zulassungen einen Rückgang um 12,4 Prozent.

Insgesamt beläuft sich das Plus bei den Neuzulassungen in Europa im Oktober auf 11,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im Oktober 2008 verzeichnete der europäische Herstellerverband ACEA noch ein Minus von 14,4 Prozent.

Deutschland ist innerhalb der EU der Gewinner bei den Neuzulassungen

In den ersten zehn Monaten des Jahres 2009 sanken die Neuzulassungen in der EU damit um fünf Prozent auf insgesamt 12,2 Millionen Fahrzeuge. Nur Deutschland (+ 25,9 Prozent), Frankreich (+ 4,2 Prozent) und Österreich (+ 6,3 Prozent) verbuchten Zuwächse bei den Neuzulassungen, während beispielsweise in Spanien (- 24,4 Prozent), Großbritannien (- 12,3 Prozent) und Italien (-3,9 Prozent) weniger Neufahrzeuge zugelassen wurden als im Vorjahreszeitraum.

Westeuropa mit fast 16 Prozent Plus im Oktober

In Westeuropa wurden allein im Oktober 1,2 Millionen Autos neu zugelassen (+ 15,8 Prozent). Der Zuwachs bei den Neuzulassungen ist insbesondere auf die staatlichen Förderprogramme wie etwa die deutsche Abwrackprämie zurückzuführen. In Großbritannien wurden sogar 31,6 Prozent mehr Fahrzeuge neu zugelassen als im Vorjahresmonat. Auch Spanien (+ 26,4 Prozent), Frankreich (+ 20,3 Prozent) und Österreich (+ 6,3 Prozent) verbuchten im Oktober Zuwachsraten.

Dagegen sank die Zahl der erstmals zugelassenen Fahrzeuge in den neuen EU-Mitgliedsstaaten um insgesamt 36,9 Prozent. Lediglich in der Tschechischen Republik ( +8,8 Prozent) lagen die Zahlen über denen von Oktober 2008. In Polen ( - 8,4 Prozent), der Slowakei (- 34,2 Prozent), Bulgarien (- 60,5 Prozent) sowie in Litauen (- 81,6 Prozent) brachen die Neuwagen-Zulassungen teils drastisch ein. Von Januar bis September 2009 verbuchten die neuen EU-Mitgliedsstaaten ein Minus von 29,6 Prozent. Nur die Slowakei (+ 13,5 Prozent), die Tschechische Republik (+ 8,1 Prozent) sowie Polen (+ 0,6 Prozent) stemmten sich gegen den Negativtrend.

Audi zählt zu den Verlierern der EU-Zulassungsstatistik, Nissan ist der Gewinner

Während der VW-Konzern seine EU-Neuzulassungen im Oktober um insgesamt 6,3 Prozent steigern konnte, brachen die Zahlen bei Audi um 12,4 Prozent ein. Auch über die ersten zehn Monate des Jahres betrachtet verbuchten die Ingolstädter ein Minus von 8,1 Prozent. Zu den Gewinnern im Hause VW zählt dagegen Skoda. Die Tschechen können im Oktober stolz auf ein Plus von 32,8 Prozent verweisen (Januar bis Oktober: + 1,8 Prozent).

Auch Peugeot (+16,9 Prozent), Citroen (+ 14,2 Prozent), Ford (+ 15,2 Prozent), Opel/Vauxhall (+ 12,6 Prozent) sowie Renault (+37,0 Prozent) zählten im Oktober zu den Gewinnermarken. Darüber hinaus konnten sich Dacia (+ 19,0 Prozent), Fiat (+ 17,7 Prozent), Toyota (+ 19,1 Prozent), Mini (+ 20,7 Prozent), Hyundai (+ 31,9 Prozent), Kia (+ 25,4 Prozent) und Nissan (+ 56,6 Prozent) über zweistellige Zuwachsraten freuen. Überraschung am Rande: Im Oktober 2009 wurden 24,4 Prozent mehr Land Rover-Neufahrzeuge zugelassen als noch ein Jahr zuvor.

BMW hingegen musste einen Einbruch um 14,0 Prozent verkraften, auch Mercedes (- 2,8 Prozent), Smart (- 6,9 Prozent), Jaguar (- 14,1 Prozent) und insbesondere Saab (- 58,9 Prozent) lagen im Minus.

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Manuel Dohr

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