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Euro-6-Neuzulassungen

Saubere Sache

Euro-6-Neuzulassungen, Audi 31 Bilder

Von einigen Herstellern erfüllt bereits heute das Gros der Neuzulassungen die ab September 2015 vorgeschriebene Abgasnorm Euro 6, von anderen noch keine einzige. Übersicht.

29.09.2014 Peter Wolkenstein 1 Kommentar

Noch haben die Hersteller ein Jahr Zeit, ihre bestehende Euro-5-Modellpalette auf die verschärften Abgasbestimmungen umzustellen. Erst ab dem 1. September 2015 können Pkw mit Verbrennungsmotor ohne Euro 6 nicht mehr neu zugelassen werden, bei der Typprüfung neu in den Verkehr gebrachter Modelle oder Modellgenerationen ist der Stichtag bereits der 1. September 2014. Für Autos mit Ottomotor ändert sich durch die Umstellung von Euro 5 auf Euro 6 vergleichsweise wenig, doch Selbstzünder müssen künftig deutlich weniger Stickoxide (80 statt 180 mg/km) ausstoßen.

Normerfüllung nur bei 10,3 Prozent im 1. Halbjahr 2013

Bereits heute gibt es zahlreiche Modelle und Motorvarianten auf dem Markt, die die künftigen Grenzwerte unterschreiten. Allerdings fällt die Nachfrage je nach Marke bislang sehr unterschiedlich aus. So erfüllten im ersten Halbjahr 2013 nur 10,3 Prozent aller Neuzulassungen von VW in Deutschland die Euro 6. Obwohl bei den Gesamtzulassungen mit weitem Abstand die Nummer eins, reicht es für VW im Euro-6-Ranking damit nur zu Platz drei, da die volumenstarken Modelle Polo, Golf und Passat erst im Laufe des Jahres komplett auf Euro 6 umgestellt wurden und werden. An der Spitze liegt Mercedes vor BMW, wo mit über 66.000 Exemplaren bis Ende Juni die Euro-6-Zulassungen doppelt so hoch waren wie bei VW.

Man darf gespannt sein, wie sich die Umstellung auf Euro 6 auf den Diesel-Marktanteil auswirken wird, der aktuell mit 48 Prozent fast die Hälfte aller Neuzulassungen ausmacht. Bei Selbstzündern fällt der technische Aufwand zur Senkung der Schadstoffe auf Euro-6-Niveau deutlich höher und damit teurer aus. Erste Auswirkungen auf das Modellangebot zeichnen sich bereits ab: So verzichten etwa Smart und Renault bei den Nachfolgern von Fortwo und Twingo auf Dieselmotoren.

Das Modellangebot wächst

Ein gutes Jahr vor der gesetzlichen Pflicht sieht das Angebot an nach Euro 6 zertifizierten Modellen noch sehr durchwachsen aus. Zwischen weitgehend komplett (etwa BMW), wenigen Varianten (siehe Ford, Skoda, Hyundai) und keinem einzigen Modell (etwa Dacia, Honda, Jaguar, Land Rover, Nissan) ist alles dabei. Doch das Angebot wächst ständig, vor allem in Verbindung mit Facelifts oder dem Start neuer Modellgenerationen. Einen finanziellen Anreiz zum Kauf einer Euro-6-Variante gibt es im Übrigen nicht mehr.

Euro-6-Neuzulassungen

Von den rund 1,54 Millionen neu zugelassenen Pkw im ersten Halbjahr 2013 unterbieten 278.546 die Euro-6-Grenzwerte. Davon entfallen 77.505 auf Mercedes. Bei der Marke mit dem Stern sind schon mehr als die Hälfte der Neuzulassungen sauberer, als es der Gesetzgeber derzeit verlangt. Auch BMW und Mini sowie Alfa Romeo verkaufen bereits überwiegend Autos mit Euro 6, Fiat, Mazda, Audi, Porsche und Suzuki rangieren ebenfalls noch oberhalb des Gesamtdurchschnitts von 18,1 Prozent. Mazda führt bislang nur Dieselmodelle mit Euro 6 im Programm, die ein Drittel der Zulassungen der Marke ausmachen. Bei Skoda und Hyundai spielt Euro 6 noch kaum eine Rolle, Dacia bietet bislang keine Modelle damit an, ebenso Toyota. Dort macht der gerade modifizierte Yaris Hybrid den Anfang.

Neuester Kommentar

Es mag ja Lobenswert sein, mit dem Plakettenwahn die Nutzzeit von KFZ zu beschränken, jedoch ist es nciht so, das die Produktion eines KFZ weit dreckiger ist und weit agressivere Giftsstoffe freigesetzt werden, als ein KFZ in seinem Leben jemals in die Luft bringen kann? Dreck man an der Grenze nciht halt, schon gar nicht dreckige Luft. Abgesehen davon, das in den Entwicklungsländern durch unseren bunten Plakettenwahn die Kinder im Dreck leben und im Giftmüll spielen. Aber Hauptsache hier ist die Luft und Umwelt Superrein. Man schaut nicht in diese Länder, vieleicht mal wenn eine Reportage kommt, aber das wars dann auch schon. Das ist dann aber auch schnell wieder vergessen. Ich frage mich die ganze Zeit, warum das niemand anspricht oder mal eine Gegenüberstellung der Umweltbeasltung Verbrauch gegenüber Herstellung erstellt. Wahrcheinlich weil daran kein Interesse besteht.

FXSB 13. September 2016, 08:40 Uhr
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