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Sumitomo steigt aus

Foto: Europcar

Die Chancen des Autovermieters Sixt, den Konkurrenten Europcar zu übernehmen, sind möglicherweise gestiegen. Der japanische Mischkonzern Sumitomo stieg nach Informationen aus Finanzkreisen aus dem Bietergefecht um Europas größten Autovermieter aus.

06.02.2006

"Sumitomo ist nicht mehr dabei", hieß es am Freitag (3.1.) aus den Kreisen. Noch am Vortag hatte es geheißen, Sumitomo habe mit rund 2,9 Milliarden Euro die bislang höchste Bewertung für die VW-Tochter abgegeben. Ein Grund für den plötzlichen Ausstieg wurde in den Kreisen nicht genannt.

Sixt bietet Branchenkreisen zufolge für Europcar gemeinsam mit dem Finanzinvestor Apax. Dem Vernehmen nach gab der in Deutschland führende Autovermieter nach Sumitomo mit etwa 2,6 bis 2,7 Milliarden Euro die zweithöchste Bewertung ab.

Ein VW-Sprecher wollte die Informationen nicht kommentieren, bei Europcar war am Freitagnachmittag niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

In der Europcar-Belegschaft wird eine Übernahme durch Sixt für die "denkbar schlechteste Lösung" gehalten. Beide Unternehmen haben eine nahezu identische Angebotspalette, im Lkw-Bereich ist Europcar nach eigenen Angaben etwas besser aufgestellt als Sixt. Der Gesamtbetriebsrat befürchtet einen Abbau von bis zu 1.000 Stellen, sollte Sixt zum Zuge kommen. Einer Übernahme durch Sixt könnten aber kartellrechtliche Bedenken entgegenstehen.

Allerdings soll Volkswagen jüngsten Informationen zufolge noch nicht definitiv über einen Verkauf entschieden haben. Bereits am Donnerstag war aus Kreisen verlautet, dass der VW-Aufsichtsrat in der nächsten Sitzung am 24. Februar über einen Verkauf oder Börsengang befinden wolle. Dabei sollen VW-Gesamtbetriebsratschef Bernd Osterloh sowie sein Stellvertreter Bernd Wehlauer den Arbeitnehmervertretern von Europcar zugesagt haben, nur einen Käufer zu unterstützen, der Europcar nicht aufspaltet und keinen Stellenabbau plant. "Wir haben größtes Vertrauen in die beiden Kollegen", sagte der Gesamtbetriebsratchef von Europcar, Bernd Lubig, der dpa-AFX.

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