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Eurotunnel rutscht tiefer in die roten Zahlen

Foto: dpa

Der hoch verschuldete Kanaltunnelbetreiber Eurotunnel ist wegen andauernd schlechter Geschäftslage tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Im ersten Halbjahr 2004 entstand ein Verlust von 119 Millionen Euro.

26.07.2004

Dies teilte das Unternehmen am Montag (26.7.) in Paris mit. Im Vorjahreszeitraum hatte der Verlust nur 22 Millionen Euro betragen. Der Umsatz sank im gleichen Zeitraum um drei Prozent auf 390 Millionen Euro, in etwa vergleichbar mit dem Vorjahr.

"Dies sind nicht unsere Verluste", sagte der neue Eurotunnel-Chef Jacques Maillot, der nach einer Rebellion von Kleinaktionären im April dieses Jahres das bisherige Management unter dem Briten Richard Shirrefs abgelöst hatte. Maillot will mit Preisnachlässen und Kostensenkungen das Unternehmen vor der Pleite bewahren. "Dies sollte eine Verbesserung der operativen Lage bis 2005 ermöglichen", sagte er. Doch seiner Ansicht nach reichen diese Maßnahmen nicht aus. Die Sanierung von Eurotunnel erfordere "ein rasches Engagement aller öffentlichen, privaten, finanziellen und industriellen Partner", sagte er.

Das Unternehmen mit 3.000 Mitarbeitern könnte rentabel arbeiten, erstickt aber unter neun Milliarden Euro Schulden. Bisher haben die Regierungen Frankreichs und Großbritanniens unter Berufung auf den Eurotunnel-Vertrag von 1986, der Staatshilfen ausschließt, eine Finanzspritze abgelehnt. Im Vertrag von Canterbury 1986 hatte Premierministerin Margaret Thatcher durchgesetzt, dass das Jahrhundertprojekt ausschließlich privat finanziert wird.

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