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Ex-Daewoo-Chef erneut verurteilt

Foto: dpa

Neun Monate nach seiner Begnadigung ist der frühere Chef des zusammengebrochenen südkoreanischen Daewoo-Konzerns, Kim Woo Choong, am Donnerstag (25.9.) erneut von einem Gericht verurteilt worden.

25.09.2008

Das Bezirksgericht in Seoul verhängte gegen den 71-jährigen früheren Vorzeigemanager wegen betrügerischer Aktivitäten eine 18-monatige Bewährungsstrafe. Kim wurde für schuldig befunden, Vermögen in Höhe von 115 Milliarden Won (knapp 67,8 Millionen Euro) versteckt zu haben, das er als unterschlagenes Geld hätte zurückzahlen müssen. Kim wurde vorgeworfen, den Betrag als Firmenanteile unter falschen Namen verborgen zu haben.

Das Vergehen sei schwerwiegend, doch habe der Angeklagte tiefe Reue gezeigt, wurde der Vorsitzende Richter von der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap zitiert. Auch sei der Betrag mittlerweile an den Staat zurückgezahlt worden. Der von einer Erkrankung gezeichnete Kim erschien im Gerichtssaal in einem Rollstuhl.

Kim war im Mai 2006 wegen schweren Betrugs, Bilanzfälschung und anderer Vergehen zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Im November desselben Jahres hatte ein Berufungsgericht die Haftstrafe auf 8,5 Jahre verringert. Im Zuge einer Sonderamnestie wurde Kim, dessen Haftstrafe bereits Ende 2006 wegen seines schlechten Gesundheitszustands ausgesetzt wurde, Ende 2007 begnadigt. Die Daewoo-Gruppe war als einst zweitgrößtes Firmenkonglomerat Südkoreas Ende der 90er Jahre unter einem Schuldenberg von etwa 80 Milliarden Dollar zusammengebrochen.

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